Was Sie über das Coronavirus wissen müssen

Hier finden Sie alle Informationen zum neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2).

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Informationen zum Coronavirus

Hier finden Sie Informationen rund um das Coronavirus.

Stand: 14. April 2022

Im Vergleich zur Version vom 21.12.2021 wurden einige Änderungen vorgenommen..

Die meisten Corona-Regeln sind seit dem 02. April außer Kraft gesetzt und wurden durch Basis-Schutzmaßnahmen ersetzt. Zusätzlich können in Regionen mit einem erhöhten Infektionsgeschehen strengere Maßnahmen möglich sein.

Siehe: „Welche gesellschaftlichen Regeln gibt es aktuell?“

Viele Menschen fragen sich, welches Verhalten zum Umgang mit dem Coronavirus aktuell angemessen ist. Wir haben deshalb Informationen und Handlungsempfehlungen von öffentlichen Stellen zusammengestellt.

Wir geben unser Bestes, Sie stets über die aktuelle Informationslage zum Coronavirus zu informieren. Aufgrund der raschen Entwicklungen können wir jedoch leider die Korrektheit der Aussagen nicht immer garantieren. Wichtig ist außerdem, dass die Situation und Empfehlungen in einzelnen Bundesländern und Regionen anders sein können, als hier beschrieben. Wir bitten Sie deshalb, sich zusätzlich bei den öffentlichen Stellen zu informieren, von denen wir auch einige in diesem Artikel nennen.

Wie kann die Situation aktuell eingeschätzt werden?

Bedingt durch die nach aktuellem Kenntnisstand deutlich ansteckendere Omikron-Variante werden

Nach aktuellem Kenntnisstand ist die Verbreitung der inzwischen dominanten Omikron-Variante schneller und effektiver als bei den vorherigen Virusvarianten, jedoch steigt die Anzahl der schweren Erkrankungen und der Todesfälle nicht so stark an wie in den vorherigen Infektionswellen. 

Zurzeit wird bei 55 von 100 durchgeführten Tests tatsächlich eine Infektion festgestellt (Stand: Kalenderwoche 11) und bei 8% von 100 registrierten intensivmedizinischen Behandlungsplätzen in Deutschland ein Patient mit einer Covid-19-Diagnose behandelt (Stand: 13.04.2022, 12:15 Uhr). Solche Kennzahlen können helfen, die aktuelle Situation einzuschätzen. Jedoch müssen für eine umfassende Einschätzung auch andere Faktoren und die Entwicklung über die Zeit berücksichtigt werden. Neuartige besonders ansteckende Corona-Varianten, niedrige Impfquoten oder vermehrte Kontakte in Innenräumen während der kalten Monate könnten beispielsweise zu einem weiteren Anstieg der Infektionszahlen führen. Für einen besseren Überblick über die neuen Virusvarianten sollen in Deutschland mindestens 5% der positiven Tests auf Mutationen überprüft werden.

Nicht nur das Risiko sich zu infizieren, sondern auch das Risiko, im Fall einer Infektion einen schweren Verlauf zu erleiden, ist schwierig einzuschätzen. Dieses Risiko für einen schweren Verlauf kann zum Beispiel überschätzt werden, wenn man lediglich die gemeldeten Infektionsfälle betrachtet. Dies liegt daran, dass Personen mit leichtem Verlauf oder ohne Symptome häufig nicht getestet werden und dadurch verstärkt die schweren Verläufe bekannt werden. Das Risiko für einen schweren Verlauf ist allerdings nicht für alle Personen gleich: Es kann zum Beispiel bei Personen mit Risikomerkmalen unterschätzt werden, da diese Personen gefährdeter als die Allgemeinbevölkerung sind. Deshalb sind Schutzmaßnahmen bei diesen Personen besonders wichtig. Für weitere Informationen siehe den Abschnitt „Wer ist besonders gefährdet?“.

Die Gesundheitsgefahr für Ungeimpfte wird vom Robert-Koch-Institut aktuell als sehr hoch Die Gesundheitsgefahr für Ungeimpfte wird vom Robert-Koch-Institut aktuell als sehr hoch eingeschätzt. Für Genesene und Geimpfte mit zweimaliger Grundimmunisierung gilt das Risiko als hoch und für Geimpfte mit Auffrischimpfung (dreimalige Impfung) als moderat. Neben den kurzfristigen gesundheitlichen Risiken können auch Symptome Wochen oder Monate nach einer COVID-19 Erkrankung existieren oder neu auftreten, die „Long COVID“ oder „Post-COVID-Syndrom“ genannt werden. Sowohl körperliche als auch psychische Beschwerden werden als Langzeitfolgen von COVID-19 berichtet. Hierunter zählen unter anderem Konzentrationsschwäche, Müdigkeit, Muskelschmerzen, depressive Symptome, eine Verschlechterung der Lungenfunktion als auch Beeinträchtigungen an anderen Organen. 

Maßnahmen, die vor Ansteckung schützen können

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung empfiehlt die sogenannte AHA-Formel:

  • Abstand halten: Mindestens 1,5 Meter Abstand im öffentlichen Raum einhalten.
  • Hygiene beachten: Gründliches Händewaschen und richtiges Niesen und Husten.
  • Im Alltag Maske tragen: Zum Beispiel, wenn der Abstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann. 
  • Regelmäßiges Lüften: Empfohlen wird regelmäßiges Stoßlüften für einige Minuten
  • Corona-Warn-App nutzen: Benachrichtigt werden, wenn Kontakt zu Infizierten bestand
  • zusätzlich kann das Corona-Kontakttagebuch geführt werden, um persönliche Begegnungen übersichtlich festhalten zu können.

Sowohl das Robert-Koch-Institut als auch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung informieren über das Tragen von medizinischen Masken.

Außerdem wird empfohlen auf die sogenannten Drei Gs zu achten:

  • Geschlossene Räume sollten regelmäßig gelüftet werden und Treffen bevorzugt im Freien stattfinden.
  • Gruppen und Gedränge sollten vermieden werden.
  • Gespräche: In Gesprächen sollte der Mindestabstand eingehalten werden.

Die persönlichen Kontakte sollen reduziert werden. Insbesondere der persönliche Kontakt zu älteren und chronisch kranken Menschen sollte reduziert werden, um diese zu schützen.

Der folgende Absatz erklärt einige Hintergründe: 

Das Coronavirus wird vor allem über die Atemluft übertragen. Eine erkrankte Person scheidet das Virus zum Beispiel beim Atmen, Sprechen, Husten und Niesen aus. Die virushaltigen Partikel können teilweise einige Zeit in der Luft schweben und sich in Räumen verteilen. Deshalb kann man sich auch über einen Abstand von mehr als 2 Metern anstecken. Dieses Risiko kann in kleinen und unzureichend belüfteten Räumen höher sein. Es sind bisher nur seltene Übertragungen im Freien bekannt.  Außer der Übertragung über die Atemluft ist auch eine indirekte Übertragung über die Hände nicht ausgeschlossen, wenn diese zum Beispiel mit den Schleimhäuten von Mund, Nase oder Augen in Kontakt kommen.

Wer ist besonders gefährdet?

Bestimmte Personengruppen scheinen ein im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung erhöhtes Risiko zu haben, im Falle einer Ansteckung schwer zu erkranken. Dazu gehören unter anderem Personen ab etwa 60 Jahren, männliche Personen, Personen mit einem geschwächten Immunsystem, Krebserkrankungen, Diabetes, Bluthochdruck oder Erkrankungen von Herz, Lunge, Leber oder Niere, starker Fettleibigkeit, Raucher sowie Schwangere. Kinder sind meist von eher milden Coronavirus-Erkrankungen oder Verläufen ohne Krankheitszeichen betroffen. Wie auch bei Erwachsenen sind Vorerkrankungen bei Kindern Risikofaktoren für einen schweren Verlauf. Schwangere Frauen haben, vor allem beim Vorliegen weiterer Risikofaktoren wie Bluthochdruck oder starkes Übergewicht, ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf bei einer Infektion mit Covid-19.

Personen mit einem Risikomerkmal wird empfohlen, sich so gut wie möglich vor einer Infektion zu schützen. Sie sollten deshalb im Besonderen die oben beschriebenen Verhaltensweisen und die Informationen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung beachten.  Bei Beschwerden, die auf eine Coronavirus-Infektion hindeuten, sollten diese Personen sich zeitnah hausärztlich oder durch eine beratende Stelle beraten lassen. Außerdem ist es wichtig, sich zur Grippeimpfung beraten zu lassen, die ab Oktober empfohlen wird. Auch eine Beratung zur Pneumokokken-Impfung kann sinnvoll sein, jedoch sind diese Impfstoffe zurzeit nur eingeschränkt verfügbar.

Maßnahmen bei Kontakt mit Coronavirus-Infizierten

Wenn Sie einen persönlichen Kontakt zu einer Person hatten, bei der das neue Coronavirus im Labor nachgewiesen wurde und selbst weder genesen oder vollständig geimpft sind, bleiben Sie wenn möglich zu Hause und kontaktieren Sie das zuständige Gesundheitsamt.

 

Maßnahmen bei Krankheitsbeschwerden

Das Coronavirus kann bei unterschiedlichen Personen unterschiedlich starke Beschwerden auslösen. In Das Coronavirus kann bei unterschiedlichen Personen unterschiedlich starke Beschwerden auslösen. In der Mehrzahl der Fälle verläuft die Erkrankung mild oder moderat, aber bei einem Teil der Patienten kann es auch zu schweren Verläufen kommen. Häufige Symptome sind Husten, Fieber, Schnupfen und ein eingeschränkter Geruchs- oder Geschmackssinn. Außerdem wird von Halsschmerzen, Atemnot, Kopf- und Gliederschmerzen, Appetitlosigkeit, allgemeiner Schwäche und teilweise auch von Magen-Darm-Beschwerden, Hautausschlägen oder Bindehautentzündungen berichtet. 

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung empfiehlt bei den oben genannten Krankheitsanzeichen zu Hause zu bleiben und die Telefonnummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes  (116117), eine lokale Corona-Hotline, Ihren Hausarzt oder einen anderen behandelnden Arzt anzurufen, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Bei akuter Atemnot sollte der Notruf (112) gewählt werden. Eine Arztpraxis sollte nicht ohne vorherige telefonische Anmeldung besucht werden.

Um die Testkapazitäten möglichst effizient zu nutzen, wird die Indikation zum Testen im Allgemeinen unter anderem abhängig gemacht von der Symptomatik und der aktuellen lokalen Inzidenz. Aufgrund der neuartigen Varianten des Coronavirus wird aktuell jedoch zu einer möglichst niedrigschwelligen Testung geraten. Weiterhin wird in jedem Fall empfohlen, sich bei Erkältungssymptomatik für mindestens fünf Tage zu Hause zu isolieren und frühestens 48 Stunden nach Abklingen der Symptomatik die Isolierung aufzuheben. 

Welche gesellschaftlichen Regeln gibt es aktuell?

Seit dem 02. April 2022 wurden die bisherigen Maßnahmen zur Eindämmung des Infektionsgeschehen durch Maßnahmen zum Basis-Schutz abgelöst. In Regionen mit einem erhöhten Infektionsgeschehen können strengere Maßnahmen gelten. 

Zum Basis-Schutz können folgende Maßnahmen gezählt werden:

  • In Krankenhäusern oder Pflegeeinrichtungen sowie im öffentlichen Nahverkehr und an Schulen kann das Tragen einer Maske weiterhin erforderlich sein
  • Im Luft- und Personenfernverkehr besteht weiterhin eine Maskenpflicht 
  • Bei einem lokal erhöhten Infektionsgeschehen können strengere Maßnahmen, wie ein Abstandsgebot oder die Vorlage eines Impf-, Genesenen-, oder Testnachweises beim Betreten von bestimmten Einrichtungen, gelten

Für die konkrete Umsetzung der Corona-Regeln sind unter anderem die einzelnen Bundesländer zuständig. Bitte informieren Sie sich deshalb über die im Detail für Sie geltenden Regeln unter anderem auf den Informationsseiten der Bundesländer.

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales gibt Antwort auf einige Fragen zu Arbeitsrecht und Coronavirus.

Wie ist der aktuelle Impfstatus?

Die Europäische Kommission hat bisher den COVID-19-Impfstoffen der Unternehmen BioNTech/Pfizer sowie Moderna, AstraZeneca, Janssen und Novavax eine bedingte Zulassung erteilt. 

Der Impfstoff Comirnaty von BioNTech/Pfizer ist ab einem Alter von 5 Jahren zugelassen, Spikevax von Moderna ist ab 6 Jahren zugelassen und die Impfstoffe von AstraZeneca (Vaxzevria), Janssen und Novavax (Nuvaxovid) jeweils ab 18 Jahren. Ein Teil der Impfstoffe wird unabhängig von ihrer Zulassung vorwiegend für bestimmte Altersgruppen empfohlen. Für Kinder ab 12 Jahren empfiehlt die STIKO eine Impfung mit dem Impfstoff von BioNTech/Pfizer. Der Impfstoff von Moderna wird von der STIKO für Personen ab dem 30. Lebensjahr empfohlen. Aktuell gibt es eine Einschränkung in der Nutzung des Impfstoffs von AstraZeneca und Janssen. Aufgrund von mehreren Fällen thrombotischer Ereignisse in zeitlicher Nähe zu den Impfungen insbesondere bei jüngeren Personen, empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO), den Impfstoff vorwiegend bei über 60-Jährigen einzusetzen.

Der Bundestag hat beschlossen, dass Beschäftige in Kliniken, Pflegeheimen und ähnlichen Einrichtungen einen Impf- oder Genesenennachweis vorlegen müssen. Am 07.04.2022 hat der Deutsche Bundestag die Vorschläge zur Corona-Impfpflicht zunächst abgelehnt. 

Bisher (Stand: 25.01.2022) sind in Deutschland 61,2 Millionen Personen (73,6% der Gesamtbevölkerung) vollständig geimpft. 42,6 Millionen Personen (51,3%) haben zusätzlich auch die Auffrischungsimpfung erhalten. 

Was ist die Corona-Warn-App?

Die Corona-Warn-App ist eine App für iOS- und Android-Geräte, die vom Robert-Koch-Institut im Auftrag der Bundesregierung herausgegeben wird. Sie soll unter anderem dabei helfen, den Nutzer über einen Kontakt mit einer mit dem Coronavirus infizierten Person zu informieren. Die App kann seit dem 15. Juni kostenfrei im Apple App Store und im Google Play Store heruntergeladen werden. Die Nutzung der App ist nach Angaben der Bundesregierung freiwillig.

Diese Quellen bieten weitere Informationen zum Coronavirus

Den ärztlichen Bereitschaftsdienst erreichen Sie telefonisch unter 116117. Ihr zuständiges Gesundheitsamt können Sie mit dieser Suchmaschine ermitteln.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hat Antworten auf häufige Fragen veröffentlicht.

Das Bundesministerium für Gesundheit stellt eine Informationsseite zur Verfügung und hat unter der Nummer 030 346 465 100 ein Bürgertelefon eingerichtet, bei dem Sie weitere Informationen bekommen können.

Das Robert-Koch-Institut bietet eine Landkarte, die zeigt, wo in Deutschland wie viele Coronavirus-Fälle bestätigt wurden.


Quellen: Robert Koch-InstitutBundeszentrale für gesundheitliche AufklärungBundesgesundheitsministerium, Bundesregierung und WHO

Über die mediteo-App

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