Was Sie über das Coronavirus wissen müssen

Hier finden Sie alle Informationen zum neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2).

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Informationen zum Coronavirus

Hier finden Sie alle Informationen rund um das Coronavirus.

Stand: 05. August 2020

Im Vergleich zur Version vom 29.07.2020 wurden Informationen im Abschnitt „Wie wird die Situation aktuell eingeschätzt?“ aktualisiert.

Viele Menschen fragen sich, welches Verhalten zum Umgang mit dem Coronavirus aktuell angemessen ist. Wir haben deshalb Informationen und Handlungsempfehlungen von öffentlichen Stellen zusammengestellt.

Wir geben unser Bestes, Sie stets über die aktuelle Informationslage zum Coronavirus zu informieren. Aufgrund der raschen Entwicklungen können wir jedoch leider die Korrektheit der Aussagen nicht immer garantieren. Wichtig ist außerdem, dass die Situation und Empfehlungen in einzelnen Bundesländern und Regionen anders sein können, als hier beschrieben. Wir bitten Sie deshalb, sich zusätzlich bei den öffentlichen Stellen zu informieren, von denen wir auch einige in diesem Artikel nennen.

Wie wird die Situation aktuell eingeschätzt?

Aufgrund der schnellen Umsetzung von umfangreichen Schutzmaßnahmen und dem Verhalten der Bevölkerung ist die Zahl der neuen Infektionen von März bis Anfang Juli kontinuierlich gesunken. Seither nimmt die Fallzahl wieder zu. In einigen Kreisen werden aktuell nur sehr wenige Fälle gemeldet. Es kommt aber vermehrt wieder zu einzelnen Ausbrüchen, die ein bedeutendes Ausmaß annehmen können. Außerdem wird davon ausgegangen, dass der Großteil der Menschen in Deutschland noch keinen Immunschutz vor dem Coronavirus hat. Die Gesundheitsgefahr für die deutsche Bevölkerung wird vom Robert-Koch-Institut weiterhin als hoch eingeschätzt. Für Personen mit bestimmten Risikomerkmalen (siehe Abschnitt „Wer ist besonders gefährdet?)“ wird die Gefährdung als sehr hoch eingeschätzt.

Wie könnte sich die Situation weiterentwickeln?

Nach Einschätzung des Robert-Koch-Instituts würde es ohne Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus sehr schnell wieder zu einer Zunahme der Neuinfektionen kommen. Das wird als zweite Infektionswelle bezeichnet. Wann eine erneute Infektionswelle auftreten würde und wie stark diese wäre, kann man nicht vorhersagen. Deshalb bleibt es weiterhin wichtig, die Infektionsschutzmaßnahmen ernst zu nehmen.

Wird es einen Impfstoff geben?

Es wird weltweit an einem Impfstoff gegen das Coronavirus geforscht, aber es ist noch sehr schwierig Vorhersagen zu machen. Das Robert-Koch-Institut schreibt hierzu: „Man muss aktuell davon ausgehen, dass es frühestens 2021 einen Impfstoff gegen COVID-19 in relevanten Mengen geben wird.“

Was ist die Corona-Warn-App?

Die Corona-Warn-App ist eine App für iOS und Android-Geräte, die vom Robert-Koch-Institut im Auftrag der Bundesregierung herausgegeben wird. Sie soll unter anderem dabei helfen, den Nutzer über einen Kontakt mit einer mit dem Coronavirus infizierten Person zu informieren. Die App kann seit dem 15. Juni kostenfrei im Apple App Store und im Google Play Store heruntergeladen werden. Die Nutzung der App ist nach Angaben der Bundesregierung freiwillig.

Maßnahmen, die vor Ansteckung mit dem Coronavirus schützen können

Das Coronavirus wird vor allem über die Atemluft übertragen. Eine erkrankte Person scheidet das Virus die zum Beispiel beim Atmen, Sprechen, Husten und Niesen aus. Man unterscheidet dabei zwischen Tröpfchen und sogenannten Aerosolen. Tröpfchen sinken rasch zu Boden, aber Aerosole sind kleiner und können auch einige Zeit in der Luft schweben und sich in Räumen verteilen. Deshalb kann man sich auch über einen Abstand von mehr als 2 Metern anstecken und dieses Risiko kann in kleinen und unzureichend belüfteten Räumen höher sein. Außerhalb von Gebäuden ist das Ansteckungsrisiko bei Einhaltung des Mindestabstands nur sehr gering.

Außerdem ist auch eine indirekte Übertragung über die Hände nicht ausgeschlossen, wenn diese zum Beispiel mit den Schleimhäuten von Mund, Nase oder Augen in Kontakt kommen.

Die folgenden Maßnahmen sind weiterhin wichtig zur Vorbeugung von Ansteckung und Verbreitung:

Notwendige Arzttermine, auch für andere Erkrankungen, sollten trotzdem wahrgenommen werden

Bei Beschwerden, die zu einer Coronavirus-Infektion passen, zu Hause bleiben und sich telefonisch beraten lassen (siehe „Maßnahmen bei Krankheitsbeschwerden“). Die persönlichen Kontakte sollen weiterhin gering gehalten werden und Treffen im Freien bevorzugt werden. Insbesondere der persönliche Kontakt zu älteren und chronisch kranken Menschen sollte vermieden werden, um diese zu schützen. Eine detailliertere Übersicht über die wichtigsten Verhaltensregeln finden Sie hier.

Die Bundesregierung informiert über den richtigen Gebrauch einer Alltagsmaske. Weitere wichtige Verhaltensempfehlungen finden Sie auch bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Welche gesellschaftlichen Regeln gibt es aktuell?

Bund und Länder haben eine schrittweise Öffnung des gesellschaftlichen Lebens beschlossen, aber es gelten weiterhin einige Einschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus.

Die Bundesregierung bietet zu diesen Regeln eine Übersicht. Zentrale Punkte sind unter anderem:

Die genannten Regeln sind nur beispielhaft und unterscheiden sich von Bundesland zu Bundesland. Die Bundesländer entscheiden über die weitere Öffnung des gesellschaftlichen Lebens, zum Beispiel in den Bereichen Schule, Kinderbetreuung, Gastronomie, Kultur und religiöse Gemeinschaften. Bitte informieren Sie sich über die für Sie geltenden Regeln auf den Informationsseiten der Bundesländer.

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales gibt Antwort auf einige Fragen zu Arbeitsrecht und Coronavirus.

Wer ist besonders gefährdet?

Bestimmte Personengruppen scheinen ein im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung erhöhtes Risiko zu haben, im Falle einer Ansteckung schwer oder sogar bedrohlich zu erkranken. Dazu gehören unter anderem Personen ab etwa 50-60 Jahren, Personen mit einem geschwächten Immunsystem, Krebserkrankungen, Diabetes oder Erkrankungen von Herz, Lunge, Leber oder Niere, starker Fettleibigkeit sowie Raucher. . Es existieren Hinweise darauf, dass Kinder weniger empfänglich für Sars-CoV-2-Infektionen sind, allerdings ist dies nicht abschließend geklärt. Kinder zeigen in der Mehrzahl der Fälle nur eine milde Symptomatik. Wie auch bei Erwachsenen sind Vorerkrankungen Risikofaktoren für einen schweren Verlauf. Schwangere scheinen nicht mehr gefährdet zu sein als nicht schwangere Frauen, die im gleichen Gesundheitszustand sind.

Personen mit einem Risikomerkmal wird weiterhin empfohlen, sich so gut wie möglich vor einer Infektion zu schützen. Sie sollten deshalb im Besonderen die oben beschriebenen Verhaltensweisen und die Informationen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung beachten.  Bei Beschwerden, die zu einer Coronavirus-Infektion passen, sollten diese Personen sich zeitnah hausärztlich oder durch eine Stelle beraten lassen. Dabei kann für Personen aus Risikogruppen die Unterstützung von Angehörigen oder Nachbarn wertvoll sein.

Maßnahmen bei Kontakt mit Coronavirus-Infizierten

Wenn Sie einen persönlichen Kontakt zu einer Person hatten, bei der das neue Coronavirus im Labor nachgewiesen wurde, bleiben Sie wenn möglich zu Hause und kontaktieren Sie das zuständige Gesundheitsamt. Dieses  können Sie mit dieser Suchmaschine ermitteln. Dies gilt auch, wenn Sie keine Beschwerden haben.

Maßnahmen bei Krankheitsbeschwerden

Das Coronavirus kann bei unterschiedlichen Personen unterschiedlich starke Beschwerden auslösen. In der Mehrzahl der Fälle verläuft die Erkrankung mild oder moderat, aber bei einem Teil der Patienten kann es auch zu schweren Verläufen kommen. Häufige Symptome sind Husten, Fieber, Schnupfen und ein eingeschränkter Geruchs- oder Geschmackssinn. Außerdem wird von Halsschmerzen, Atemnot, Kopf- und Gliederschmerzen, allgemeiner Schwäche und teilweise auch Magen-Darm-Beschwerden berichtet.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung empfiehlt bei Krankheitsanzeichen, wie den oben genannten, zu Hause zu bleiben und die Telefonnummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes  (116117), eine lokale Corona-Hotline, Ihren Hausarzt oder einen anderen behandelnden Arzt anzurufen, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Bei akuter Atemnot sollte der Notruf (112) gewählt werden. Eine Arztpraxis sollte nicht ohne vorherige telefonische Anmeldung besucht werden!

Dieses Schaubild bietet Ihnen Orientierung, wenn Sie sich fragen, ob Sie vom Coronavirus betroffen sind. 

Diese Quellen bieten weitere Informationen zum Coronavirus

Den ärztlichen Bereitschaftsdienst erreichen Sie telefonisch unter 116117. Ihr zuständiges Gesundheitsamt können Sie mit dieser Suchmaschine ermitteln.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hat Antworten auf häufige Fragen und ein Erklärvideo mit wichtigen Hygienetipps zur Vorbeugung von Virusinfektionen veröffentlicht.

Das Bundesministerium für Gesundheit stellt eine Informationsseite zur Verfügung und hat unter der Nummer 030 346 465 100 ein Bürgertelefon eingerichtet, bei dem Sie weitere Informationen bekommen können.

Das Robert-Koch-Institut bietet eine Landkarte, die zeigt, wo in Deutschland wie viele Coronavirus-Fälle bestätigt wurden.


Quellen: Robert Koch-InstitutBundeszentrale für gesundheitliche AufklärungBundesgesundheitsministerium und Bundesregierung

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