Die Medikamenten-App mediteo bietet ihren Nutzern ab sofort mit mediteo m+ noch mehr Funktionen an, um die medikamentöse Therapie besser zu kontrollieren und sicherer zu gestalten.

Seit dem 09.12.2020 können Nutzer der Medikamenten-Manager-App mediteo das Medizinprodukt „mediteo m+“ freischalten und damit die Entwicklung der App unterstützen. 

„mediteo m+“ bietet seinen Nutzern langersehnte Funktionen, wie z.B. den PDF-Export der medizinischen Messwerte und Einnahmestatistiken. In diesem Gesundheitsreport werden sowohl eine detaillierte Liste aller Messwerte als auch ein dazu passender grafischer Verlauf bereitgestellt. Durch die übersichtliche Darstellung können bestätigte oder verpasste Einnahmen mit den Messungen abgeglichen und so Zusammenhänge besser erkannt werden.  Patienten können so einfacher und präziser mit ihrem Arzt kommunizieren und neue Therapiemaßnahmen können schneller eingeleitet werden. 

Mit dem neu eingeführten Medikationscheck unterstützt mediteo m+ seine Nutzer nun noch besser bei der Einnahme und im selbstbewussten Umgang mit ihren Medikamenten. Für den Medikationscheck holt sich „mediteo m+“ Unterstützung durch das Medizinprodukt THERAFOX, welches aus der App heraus aufgerufen werden kann. Mit dem Check können Nutzer ihre Medikamente auf mögliche Wechselwirkungen und weitere Risiken prüfen. Zusätzlich werden wichtige Hinweise zu Medikamenten angezeigt, wie beispielsweise Hinweise zu einer verstärkten Lichtempfindlichkeit der Haut oder zu Wechselwirkungen mit bestimmten Lebensmitteln. Der Nutzer kann somit die entscheidenden Details direkt mit dem behandelnden Arzt oder Apotheker besprechen.

Ein weiteres wertvolles Feature in „mediteo m+“ ist die Blutdruckauswertung. Die App zeigt somit nicht mehr nur die eingetragenen Blutdruckwerte an, sondern prüft zugleich auch, ob sich diese in dem von einer europäischen Leitlinie empfohlenen Bereich befinden. Weichen die Werte von der Norm ab, wird dies einfach verständlich in der App dargestellt.

Zudem können sich „mediteo m+“-Nutzer über den Darkmode freuen. Diese Einstellungsmöglichkeit führt dazu, dass Hintergründe dunkel und Texte hell erscheinen. Aufgrund seiner positiven Eigenschaften, wie der Schonung des Handy-Akkus oder der Entlastung der Augen in dunkler Umgebung, erfreut sich der Darkmode hoher Beliebtheit und wurde auch für mediteo häufig von den Nutzern angefragt.

„mediteo m+“ ist Medizinprodukt der Klasse 1 nach 93/42/EWG mit dem Zweck, die Adhärenz zu steigern und aufrechtzuerhalten. Um dies zu erreichen, orientiert sich die Mediteo GmbH an höchsten Standards bezüglich Sicherheit, Gesundheit sowie Schutz von Patienten, Anwendern und Dritten. „mediteo m+“ steht für alle iOS-Nutzer per In-App-Kauf bereits zur Verfügung. Android-Nutzer werden „mediteo m+“ voraussichtlich ab Januar freischalten können.

In der Medikamentenmanager-App mediteo erhalten Nutzer ab jetzt aktuelle Informationen über das Corona-Virus. 

Das neuartige Corona-Virus, das in China erstmals im Dezember 2019 nachgewiesen wurde, ist inzwischen auch in Deutschland angekommen. Die Sorge in der Bevölkerung wächst, die Ungewissheit ist groß. Die Mediteo GmbH möchte bei der Aufklärung über SARS-CoV-2, so die offizielle Bezeichnung des Corona-Virus, unterstützen und Klarheit schaffen. Daher werden seit dem 03. März auf dem mediteo-Blog und in der Medikamentenmanager-App mediteo unter der Rubrik „Mehr“ Informationen zum Corona-Virus bekannt gegeben und von mediteo-Ärzten täglich aktualisiert.

„Da mediteo sich hauptsächlich auch an chronisch kranke Patienten richtet, gehören unsere Nutzer teilweise zur Risikogruppe, für die das Virus schwerwiegende Auswirkungen haben kann“, erklärt Prof. Dr. Daniel Gotthardt, Geschäftsführer der Mediteo GmbH. Die mediteo-App, die seit Monaten regelmäßig die beliebteste Medikamenten-Manager-App in Google Play und im App Store ist sowie von Focus Money bereits als TOP-App ausgezeichnet wurde, kann mit ihrer sehr großen Nutzerzahl einen wesentlichen Beitrag zur Aufklärung der Bevölkerung, vor allem aber ihrer Nutzer leisten. „Deshalb sehen wir uns in der Verantwortung, über Corona aufzuklären und unsere Anwender darauf hinzuweisen, wie sie sich und andere vor einer Infektion schützen können.“ Ziel sei es, mediteo-Nutzer angemessen zu informieren und aufzuklären. Daher beruft sich die Mediteo GmbH auf zuverlässige Informationsquellen, wie zum Beispiel das Robert-Koch-Institut oder das Bundesministerium für Gesundheit. Bereits in den ersten Tagen wurden die Informationen über das Virus über 10.000 Mal aufgerufen.

Die mediteo-App steht im App Store und in Google Play kostenlos zum Download zur Verfügung.

mediteo im App Store downloaden

mediteo im Google Play Store downloaden

Wenn sich das Laub in den schönsten Rottönen färbt und an den Straßenecken Maroni-Stände aus dem Boden schießen, ist es wieder soweit: der Herbst ist da! Für die Meisten ist die kalte Jahreszeit eine willkommene Gelegenheit, es sich daheim mit den Liebsten gemütlich zu machen oder einfach mal Freunde zu einem schönen Spieleabend einzuladen. Doch leider gibt es eine Sache, die vielen einen Strich durch die Rechnung macht: das Aufkommen einer Erkältung.

 

Erkältungen vorbeugen
Damit Sie die goldene Jahreszeit in vollen Zügen genießen können und nicht durch eine Erkältung ausgebremst werden, haben wir für Sie ein paar Tipps gesammelt, wie Sie Ihr Immunsystem unterstützen können:

 

1. Ernähren Sie sich gesund!
Integrieren Sie viel Obst und Gemüse in Ihren Speiseplan, vor allem Vitamin C. Zit-rusfrüchte enthalten besonders viel davon. Probieren Sie doch mal eine Pomelo aus. Diese grapefruit-ähnliche Frucht ist reich an Vitamin C und es gibt sie jetzt in fast jedem Supermarkt zu kaufen. [1]https://www.apotheken-umschau.de/Erkaeltung

 

2. Bleiben Sie trocken!
Sollten Sie von einem Regenschauer überrascht werden, sorgen Sie dafür, dass Sie möglichst schnell wieder in trockene Kleidungschlüpfen. So vermeiden Sie eine Unterkühlung, die eine Erkältung begünstigen würde. [2]https://www.apotheken-umschau.de/Erkaeltung

 

3. Halten Sie sich warm!
Der sogenannte „Zwiebellook“, bei dem Sie mehrere Schichten Kleidung überei-nander anziehen, eignet sich hierfür besonders gut. Zwischen den einzelnen La-gen Kleidung befindet sich Luft, die sich bei Tragen der Kleidung erhitzt und Sie dadurch zusätzlich warmhält. Der Vorteil dieses Lagenlooks ist, dass Sie eine Schicht ablegen können, sobald Sie ein beheiztes Gebäude betreten. So ver-hindern Sie unnötiges Schwitzen. [3]https://www.gesundheit.de/krankheiten/fieber-grippe-erkaeltung/schutz-vor-grippe-und-erkaeltung/zwei-minuten-kleider-check-gegen-erkaeltung [4]https://de.wikipedia.org/wiki/Zwiebelschalenprinzip_(Kleidung)

 

4. Kümmern Sie sich um Ihre Schleimhäute!
Gerade wenn es anfängt kalt zu werden, drehen viele Menschen die Heizung auf. Doch das, was sich für Sie gut anfühlt, ist für Ihre Schleimhäute nur in be-grenztem Maße gut. Wird die Luft in dem beheizten Raum zu trocken, greift das die Schleimhäute besonders an. Ausgetrocknete Schleimhäute sind sehr anfällig für Erkältungsviren. Mehrmals am Tag stoßlüften ist daher angesagt, um die Luft feucht zu halten! [5]https://www.zeit.de/zeit-wissen/2016/s1/erkaeltung-heizungsluft-schnupfen-luftfeuchtigkeit-gesundheit-winter-herbst

 

5. Bleiben Sie sauber!
Regelmäßiges Händewaschen ist natürlich selbstverständlich. Aber gerade in der Herbst- und Erkältungszeit können Sie Ihre Hände ruhig lieber einmal mehr waschen und vielleicht zusätzlich zur Seife noch ein Handdesinfektionsmittel ver-wenden, denn durch Händeschütteln können sich Erkältungen spielend einfach übertragen. [6]https://www.apotheken-umschau.de/Erkaeltung

 

6. Trinken Sie viel!
Last but not least: Versuchen Sie, über den Tag verteilt regelmäßig zu trinken. Durch eine kontinuierliche Flüssigkeitszufuhrunterstützen Sie Ihr Immunsystem beim Kampf gegen Erkältungsviren, vor allem Tee regt Ihre Körperabwehr an. Ingwer beispielsweise ist besonders wirkungsvoll und lässt sich einfach als Tee zubereiten. [7]https://www.gesundheit.de/krankheiten/fieber-grippe-erkaeltung/erkaeltung/tipps-gegen-erkaeltung

 

7. Kündigt sich aber trotz aller Vorsichtsmaßnahmen eine fiese Erkältung (oder noch schlimmer eine Grippe) an, kann Ihnen die Apotheke schleimlösende, hustenstil-lende oder fiebersenkende Medikamente mitgeben. Damit Sie Ihre Medikamente auch zuverlässig einnehmen, kann die mediteo-App Sie dabei unterstützten, an die Einnahme zu denken oder auch die Kontaktdaten Ihres Arztes jederzeit griffbereit zu haben!

Viele Angehörige trifft die Diagnose “psychische Krankheit“ wie ein Schlag. Vor allem die Diagnose „Schizophrenie“ ist äußerst angstbesetzt – oft werden im Kopf die entsetzlichen Bilder abgerufen, die in Filmen und Büchern verbreitet werden obwohl die Realität heute in keiner Weise diesen effekthascherischen Bildern entspricht.

 

Kaum Informationen und Trost von Fachleuten

 

In dieser Situation, in der Angehörige Hilfe und auch Trost brauchen, wurden sie lange Zeit vor allem von den Ärzten mit ihrer Angst, ihrer Unsicherheit und mit den oft verstörenden Verhaltensweisen ihre Kinder in psychotischen oder manischen Phasen allein gelassen. Niemand informierte sie über die Krankheit, es gab keine Aufklärung über die Erkrankung, ihre Symptome, Medikamente oder andere Formen der Therapie. Sie erfahren nichts über die Nebenwirkungen der Medikamente. Oft werden negative Prognosen ausgesprochen, obwohl niemand wissen kann, wie eine psychische Krankheit verlaufen wird. Niemand macht ihnen Hoffnung, obwohl heute bekannt ist, dass Menschen auch mit einer psychischen Krankheit ein gutes Leben führen können.

 

Angehörigenverbände haben für besser Aufklärung gekämpft

 

Inzwischen hat sich etwas zum Besseren gewendet. Die Angehörigenverbände haben dafür gekämpft, dass heute von einigen Kliniken Hilfen für Angehörige angeboten werden: Psychoedukation, Gesprächsgruppen, Gespräche mit den Ärzten und Visiten, an denen auch Angehörige teilnehmen können. Die Angehörigenverbände selbst bieten in allen Bundesländern ebenfalls Trost und Unterstützung an.

 

Familien und Freunde wenden sich ab

 

In ihren Familien und ihrem Bekanntenkreis finden Angehörige wenig Empathie und schon gar keine Unterstützung. Viele wenden sich ab, vielleicht, weil sie Angst vor diesem furchtbaren Wort „Schizophrenie“ haben. Oft werden die Eltern, vor allem die Mutter, verantwortlich gemacht für die psychische Erkrankung. Schuldzuweisungen und auch Stigmatisierung werden zu einer zusätzlichen Belastung für Angehörige.

 

 

Alltag mit psychisch Erkrankten wird zur Herausforderung

 

Nach der Entlassung aus dem Krankenhaus beginnt für Angehörige oft die schwierigste Phase, weil nicht klar, ist, welches Leben der Betroffene anschließend führen kann oder führen will. Manche der Erkrankten können nicht wieder in auf ihren vorherigen Arbeitsplatz zurückkehren, weil sie der Belastung nicht gewachsen sind. Junge Erkrankte haben krankheitsbedingt die Schule abgebrochen und können oft nicht zurückkehren. Sind sie volljährig, ist keine Schule verpflichtet, sie wieder aufzunehmen. Es gibt Möglichkeiten in sozialpsychiatrischen Einrichtungen, die Schule nachzuholen oder sich in einer Arbeitstherapie zu erproben, aber es kann Monate bis Jahre dauern, bis Angehörige sich im Dschungel der Sozialpsychiatrie zurechtgefunden haben. Eine Schwierigkeit besteht darin, dass die Eltern selbst dort keinen Antrag stellen können, sondern dies nur der Betroffene selbst tun kann. Oft können sie aber genau das nicht: Sie sehen nicht, dass sie krank sind oder sind zu ängstlich oder unsicher. Es ist gerade ein Symptom der psychischen Erkrankungen, dass die Betroffenen ihre Alltagskompetenz verlieren und ihnen vieles schwerer fällt als jungen Menschen ohne Erkrankung.

 

Die ganze Familie gerät in eine Krise

 

Wenn die Betroffenen noch zuhause wohnen, müssen Angehörige lernen, mit ihren schwierigen Verhaltensweisen umzugehen. Viele weigern sich, ihre Medikamente zu nehmen, nicht zuletzt wegen der störenden Nebenwirkungen. Das kann dazu führen, dass die Symptome der Erkrankung bestehen bleiben und Familien durch das Verhalten des Erkrankten gesprengt werden. Aus Angst vor einer neuen Krise, fühlen Eltern sich oft nicht in der Lage, ihren Kindern die gebotenen Grenzen zu setzen. Manche der Erkrankten wohnen noch im Alter noch bei den eigenen alten Eltern. Die Angehörigen befinden sich dann befinden sich dann in permanenter Alarmbereitschaft und entwickeln dabei nach Jahren selbst psychische und physische Erkrankungen. Eltern trennen sich, die Geschwister ziehen sich vollkommen zurück oder entwickeln selbst  unangepasste Verhaltensweisen.

 

Angehörige müssen lernen, mit der Erkrankung umzugehen

 

Kaum jemand kann Angehörigen dabei helfen, den richtigen Umgang mit den Betroffenen zu finden. Sie versuchen jahrelang, ihre Betroffenen dazu zu bewegen, ihre Krankheit und die angebotenen Therapien zu akzeptieren und ihnen immer wieder eine neue Möglichkeit aufzuzeigen.  Oft sind sie verzweifelt, wenn sie merken, dass sie mit ihren Anstrengungen scheitern. Aber es gibt eine Möglichkeit für Angehörige, mit ihrer schwierigen Situation anders umzugehen. Zunächst müssen sie die Realität akzeptieren: Die Betroffenen müssen selbst lernen, mit ihrer Krankheit umgehen. Aber auch Angehörige müssen lernen. Sie sollten lernen, mit ihren Gefühlen, Ängsten und Sorgen umzugehen. Es gilt, Grenzen zu setzen und Gelassenheit zu entwickeln. Statt Angst vor neuen Krisen  zu haben, sollten sie lernen, zusammen mit den Betroffenen mit den Krisen gut umzugehen. Vor allem sollten sie für sich selbst sorgen, um gesund zu bleiben. Dabei kann es helfen, sich mit anderen Angehörigen zusammenzutun, um sich über Probleme und Lösungsstrategien auszutauschen. Nur Angehörige, denen es psychisch und physisch gut geht,  können auch gute Angehörige sein.

 

Über die Autorin

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Beiträge, die durch die Rubrik Patientenblicke gekennzeichnet sind, geben die Meinung des jeweiligen Autors und nicht immer die Meinung der Mediteo GmbH wieder. Patientenblicke dient lediglich dazu, verschiedene Sichtweisen und Meinungen von Betroffenen und Angehörigen aufzuzeigen und Einblicke in deren Lebenssituation zu ermöglichen.

 

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Der Deutsche meckert gern

Wir Deutschen diskutieren ja gerne. Oder besser gesagt, wir sagen gerne unsere Meinung. Und wir beschweren uns dann mit Vorliebe über die falschen Dinge: Wir meckern über die 2% der Schüler, die freitags, statt was Richtiges zu lernen, lieber vergnügt für ein besseres Klima demonstrieren. Viel sinnvoller wäre es, sich darüber aufzuregen, dass Deutschland die selbstgesteckten Klima-Ziele krachend verfehlen wird. Wir schimpfen im Diesel-Skandal über die kriminellen Machenschaften der Automobilindustrie und fahren dennoch mit unseren SUVs in die Innenstädte – mit Wagen die mal locker 12 bis 14 Liter und mehr verbrauchen.

 

Das ist leider beim Thema ADHS ganz genauso. Die Debatte um die Aufmerksamkeitsdefizit-Störung wird ja geradezu argwöhnisch danach betrachtet, ob sich einer für oder gegen Medikamente ausspricht. Wer das tut, darf gleich mal mit einem Shit-Storm rechnen, weil er die armen Kinder gnadenlos „ruhig stellt“. Und wer solches macht, der geht auch bei Rot über die Ampel oder nimmt sich die letzte Bratwurst vom Grill. Ist doch wahr!

 

Schön wäre es, wenn wir die Debatte mal auf die Dinge beschränkten, die wir wirklich wissen über ADHS-Medikamente: Der bekannteste Wirkstoff heißt Methylphenidat (MPH) und wurde zum ersten Mal in den 40er Jahren des letzten Jahrhunderts hergestellt. Bekannt wurde er unter dem Namen Ritalin und war ein Mittel gegen Depressionen bei Erwachsenen. Heute gibt es viele Arzneimittel mit diesem speziellen Wirkstoff. Ritalin hat eine ähnliche Geschichte hinter sich wie „Aspirin“ oder „Tempo“-Taschentücher. Der Name steht für ein Produkt.

Contra Methylphenidat

Keiner wird bestreiten, dass viel zu viel MPH verschrieben wird (2017 waren es 52 Millionen Tagesdosen, Tendenz erfreulicherweise fallend!) und dass jedes Kind, das nicht fünf Minuten begeistert Hausaufgaben macht, sofort im Verdacht steht ADHS zu haben. Es gibt – nach meinem Wissen – keine Studie, die belegt, dass MPH völlig unbedenklich ist. Kritiker merken zudem zu Recht an, dass mancher Arzt es bereitwillig verschreibt, aber nicht sorgsam genug mit der Dosierung umgeht (zu hoch, zu lang!).
Darüber kann man sich mal Sorgen machen und darüber sollte man ernsthaft diskutieren!

Pro Methylphenidat

Andererseits gibt es viele gute Nachrichten über MPH: Es ist erstens wirklich wirkungsvoll. Etwa ¾ der Patienten reagieren positiv darauf! Etwa die Hälfte der jungen Patienten erhält es nur während der Schulzeit und die Mehrheit sogar nur für einen kurzen Zeitraum, also unter 12 Monaten!
Mir ist in den ganzen Jahren noch kein Elternteil untergekommen, das nicht Sorge hatte, das Medikament könnte schädlich sein für das Kind. Eltern gehen keineswegs sorglos damit um und feiern das „chemische Doping“ ihrer Kinder.

Aber die meisten freuen sich darüber, wenn aus der Schule plötzlich positive Nachrichten kommen; das Kind berichtet häufig davon, dass es Lernerfolge erziele und das Gefühl im Grunde „doof zu sein“ verschwunden sei.

Meckern ist der Hammer!

Wenn Sie jetzt immer noch strikt gegen den Einsatz von Medikamenten sind, dann machen Sie doch Folgendes: Nehmen Sie sich einen Hammer, legen Ihren rechten Daumen (für Linkshänder!) auf die Tischkante und hauen Sie mit dem Hammer ordentlich drauf. Und dann warten Sie gelassen bis die körpereigenen Schmerzmittel (Enkephaline, Endorphine, Dynorphine) ihre Arbeit aufnehmen. Dauert ein bisschen, klappt aber! Sie können natürlich ganz clever sein, und ein Kühlpack aus dem Eisfach auf den Daumen legen. Die Neunmalklugen gehen zusätzlich noch zum Medizinschrank und werfen sich eine Aspirin (oder was ähnliches) ein.

Und genauso funktioniert gute ADHS-Therapie: Selbstheilungskräfte der Familie aktivieren, bisschen Psychoedukation und Elterntraining – die mentale kühle Kompresse – und ggfs. auch Medikamente.

Besser so?

Und wenn Sie das nächste Mal an der Kasse im Supermarkt stehen und vor Ihnen das erzieherische Inferno ausbricht, meckern Sie die Mutter (oder den Vater) nicht an: „Sie müssten konsequenter werden!“ Sondern lächeln Sie und sagen Sie zu den Eltern: „Mensch, Sie haben ja Nerven wie Drahtseile! Respekt!!“
Und hören Sie auf zu meckern. – Ist auch besser für Ihren Blutdruck!

Über den Autor

Dr. Mark Heidrich, Dipl.-Soziologe, Familientherapeut und Supervisor (SG). Langjährige Erfahrung in der Behinderten- und Kinder- & Jugendhilfe; mehrere Lehraufträge an verschiedenen Hochschulen,in freier Praxis als Elterntrainer und in der Erwachsenenbildung. Außerdem ist er Blogger und der einzige ADHS-Kabarettist Deutschlands.

 

 

Beiträge, die durch die Rubrik Patientenblicke gekennzeichnet sind, geben die Meinung des jeweiligen Autors und nicht immer die Meinung der Mediteo GmbH wieder. Patientenblicke dient lediglich dazu, verschiedene Sichtweisen und Meinungen von Betroffenen und Angehörigen aufzuzeigen und Einblicke in deren Lebenssituation zu ermöglichen.

 

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Panikattacke: Am Anfang war die PANIK

 

2010 hatte ich  meine erste Panikattacke mit 17. Ich saß im stickig warmen Auto auf dem Heimweg von meiner zweiten Tanzprobe an einem heißen Sommertag.

Zu dieser Zeit trainierte ich neben der Schule 19 Stunden pro Woche in zwei verschiedenen Ballettschulen. Ich war ein glücklicher und sehr zielstrebiger Teenager, für den nichts unmöglich war. Kein Ziel war zu weit entfernt, kein voller Schultag konnte mich davon abhalten nicht noch meiner Leidenschaft des Tanzens anschließend bis spät abends nachzugehen. Nie war ich krank, wenn der Moment nicht der richtige war. Nicht einmal meine Tage bekam ich, wenn es unpassend war. Ich hatte alles und vor allem mich unter vollster Kontrolle.

 

Nun saß ich auf dem Beifahrersitz und verlor von einem Moment auf den anderen mein Urvertrauen in meinen Körper. Ich bekam keine Luft mehr, mir wurde schwindelig, das Herz raste und die Hitze schien unerträglich. Der nicht enden wollende Adrenalin-Kick, den ich verspürte, gab mir das Gefühl, ich würde jede Sekunde sterben. Nach einem drei Tage langen Krankenhausaufenthalt stand fest, ich hatte einen Ermüdungsbruch – neudeutsch ein Burnout – erlitten und mein Gleichgewichtssinn war durch den Stress gestört.

 

Tiefphase

 

Mein Körper hatte nach jahrelanger Überlastung beschlossen, mir meine Kontrolle zu entziehen und von nun an selber dafür zu sorgen, die Ruhe zu bekommen, nach der er sich so lange sehnte. Die Konsequenz waren zehn Wochen Bettruhe. Ich verließ das Haus nur sehr selten und fürchtete mich auch nur einen Schritt vor die Tür zu setzen – aus Angst, die primäre Panikattacke könnte mich erneut in diese Todesangst versetzen. Die starke, selbstbewusste, belastbare Lisa wurde zu einer verängstigen, labilen jungen Frau, die anfing, sich immer mehr in sich selber einzusperren.

Ich fühlte mich zusehends nervöser, depressiver und dachte: Nun frisst mich die Angststörung, und somit die Angst vor der finalen Panik, von innen auf. Meinem Umfeld und auch mir wurde klar: Ich brauche dringend Hilfe. Ich began mit einer Verhaltenstherapie gepaart mit einer medikamentösen Behandlung in Form von Antidepressiva. Ich hatte einen solchen Tiefpunkt erreicht, dass mir die Medikamente halfen beim täglichen Kampf gegen die Panik wieder einen Boden unter den Füßen zu spüren.

 

Der Elefant und der Reiter – Umgang mit der Panikattacke und Angststörung

 

Mein Zuhause war der einzige Ort, an dem ich endlich wieder innere Ruhe fühlte und mit jedem Meter, den ich mich von ihm entfernte, spürte ich mehr Angst vor der Panik. Die Angst, dass ich im Falle einer Panikattacke nicht schnell genug wieder in die sicheren vier Wände flüchten kann, beherrschte mich. Die Therapie half mir diese täglichen Kämpfe zur Schule, zum Einkaufen, zum Treffen mit Freunden zu analysieren. Was macht mir genau Angst? Was könnte mir im schlimmsten Fall passieren?

 

Wie kann ich mir mit Leitsätzen in Momenten der Panik, in denen ich jeden Funken Realität aus den Augen verliere, die Gedankenspirale durchbrechen. Mein Körper spielte mir in angespannten Situationen unter anderem ernst zunehmende körperliche Symptome, wie Übelkeit, Ohnmacht, vollkommene Übermüdung, Durchfall und Brustschmerzen vor. Jede Aktivität nach meinem Burnout, die ich meisterte, wurde ein kleines “erstes Mal”. Ich lernte über die Metapher von dem Psychologieprofessor Jonathan Haidt, die von einem Elefant und einem Reiter spricht.

 

Der Elefant steht für das limbische System in unserem Gehirn, das für die Verarbeitung von Emotionen zuständig ist und der Reiter, der für den Neocortex steht und für die Logik verantwortlich ist. Mein Elefant war sehr stur, gebrandmarkt von all den negativen Emotionen und der Angst, die ihn in den kleinsten Stresssituationen zur Flucht antrieb. Es galt also meinen inneren Reiter, mit so viel Wissen, wie möglich zu nähren, um den Elefanten in der Panik nicht überhandnehmen zu lassen und von der Kursänderung abzuhalten. Mir wurde klar, wenn ich den Elefanten mit positiven Gefühlen, nach erfolgreich gemeisterten Situationen füllen konnte, verstand er, dass keine wirkliche Gefahr drohte. Auch die Tatsache, dass mein Umfeld, in dem ich mich bewegte Bescheid wusste, half mir sehr. Mein Elefant war sich sicher: Keiner würde mich verstehen – jedoch war das Gegenteil der Fall. Ich war auf einmal nicht mehr allein mit der Angst.

 

Aufstieg

 

Stück für Stück eroberte ich mir mein Leben zurück! Ein langer, sehr harter, jedoch auch lehrreicher Weg lag vor mir. Die wirklichen Freunde kristalisierten sich nach und nach heraus. Ich verstand, dass das primäre Burnout und die Panik meine innere Notbremse waren. Ich lernte mich und mein Leben ganz anders zu schätzen.

Ich würde mich immer noch als extrem zielstrebig beschreiben, jedoch habe ich heute ein ganz anderes Gefühl für mein Wohlbefinden und wenn die Panik wieder näher rückt, weiß ich, dass es Zeit ist, einen Gang zurück zufahren.

 

 

Über die Autorin

2014 entschied Lisa mit ihrer Angststörung offen umzugehen und drehte auf ihrem YouTube Kanal “LisaLeeofficial” ihr erstes Video zum Thema Panikattacke und Depressionen. Hier gibt sie dem Zuschauer einen Einblick in den täglichen Kampf mit einer Angststörung und half durch den offenen Umgang damit nicht nur sich sondern auch tausenden von Zuschauern. Das Burnout und die Zeit danach erlebt sie als einen neuen Lebensabschnitt und findet sich in der Make-up Artistry. Heute führt sie erfolgreich ihren eigenen Beauty Salon.

 
 
 
 
 

Beiträge, die durch die Rubrik Patientenblicke gekennzeichnet sind, geben die Meinung des jeweiligen Autors und nicht immer die Meinung der Mediteo GmbH wieder. Patientenblicke dient lediglich dazu, verschiedene Sichtweisen und Meinungen von Betroffenen und Angehörigen aufzuzeigen und Einblicke in deren Lebenssituation zu ermöglichen.

 

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Diabetes steht in Zusammenhang mit Stress – aber was war zuerst?

In den letzten Jahren sind mehrere Studien erschienen, die einen Zusammenhang zwischen psychischem Stress und der Entstehung von Diabetes mellitus Typ 2 bei Frauen gezeigt haben [1]https://www.nature.com/articles/nrendo.2017.64. Aber es wurde eben auch gezeigt, dass Menschen mit dieser Krankheit häufig subjektiv empfunden mehr Stress [2]https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6129026/. Da stellt man sich die Frage: Was war also zuerst da? – Ganz nach dem Motto: Erst die Henne oder das Ei?

 

Aber zuerst einmal von Anfang an: 

Diabetes betraf 2014 weltweit 422 Millionen Menschen und ist einer der Hauptgründe für Nierenversagen, Erblindung, Schlaganfall und Amputation der Unteren Extremitäten. Es kommt zum Erkrankungsbild des Diabetes mellitus, wenn entweder der Körper, genauer die Bauchspeicheldrüse, nicht mehr genug Insulin produziert oder es nicht mehr effektiv nutzen kann. Es werden folgende Typen unterschieden: Diabetes mellitus Typ 1, Typ 2, Typ 3 und Gestationsdiabetes, auch Schwangerschaftsdiabetes genannt. Typ 1 tritt häufig schon in der frühen Kindheit aufgrund von mangelhafter Insulinproduktion auf. Typ 2 entsteht im Laufe des Lebens, wenn der Körper nicht mehr in der Lage ist, das produzierte Insulin effektiv zu nutzen. Unter dem Begriff Diabetes mellitus Typ 3 werden Formen zusammengefasst, die aufgrund anderer Ursachen als Typ 1 und Typ 2 entstehen [3]https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/diabetes [4]https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/diabetes.

Diese Risikofaktoren für die Entstehung eines Typ 2 hängen vor allem vom Lebensstil ab und können somit von jedem selbst in gewissem Ausmaß beeinflusst werden. Dies betrifft vor allem das Rauchen, Bluthochdruck, Übergewicht, Ernährung, Bewegungsmangel und eben, der bereits oben erwähnte, Stress [5]https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5319684/. Dennoch besteht ein Zusammenhang zwischen Stress und Diabetes auch insofern, dass bei Menschen mit einer solchen Krankheit das subjektiv wahrgenommene Stresslevel generell höher ist [6]https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6129026/.
Egal ob der Stress nun bereits davor da war oder erst danach gekommen ist: Selbstfürsorge ist wichtig und mediteo kann Sie dabei unterstützen, auch in stressigen Zeiten ihren Medikationsplan fest im Griff zu haben!

 

Zurück zur ursprünglichen Frage: Löst Stress nun Diabetes aus, oder andersherum?

Harris et. al. haben in der Studie Stress increases the risk of type 2 diabetes onset in women: A 12 year longitudinal Study using causal modelling die zeitliche Sequenz von Diabetes und subjektiv wahrgenommenem Stress untersucht, als hätten sie sich genau diese Frage gestellt. Dabei sind sie zu dem Schluss gekommen, dass Stress als Risikofaktor klassifiziert werden kann. Sprich, gestresste Menschen haben eine höhere Wahrscheinlichkeit an der Zuckerkrankheit, wie sie auch oft genannt wird, zu erkranken [7]https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5319684/. Dennoch besteht ein Zusammenhang zwischen Stress und Diabetes auch insofern, dass bei erkrankten Menschen das subjektiv wahrgenommene Stresslevel generell höher ist [8]https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6129026/.
Unabhängig davon, ob sich das Stresslevel bereits vor der Erkrankung oder als Folgeerscheinung erhöht, wirkt sich Stress darauf aus, wie man der Krankheit entgegen wirkt. Ein hohes Stresslevel kann sich beispielsweise negativ auf die eigene Kontrolle des Blutzuckers, die Ernährung und auf die Bewegung auswirken. Zudem kann es beeinflussen, wie genau man sich an den Medikationsplan hält. Oder anders gesagt: Je höher das Stresslevel, desto geringer die Aktivitäten zur Selbstversorgung [9]https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6129026/.

 

Egal ob der Stress nun bereits davor da war oder erst danach gekommen ist: Selbstfürsorge ist wichtig und mediteo kann Sie dabei unterstützen, auch in stressigen Zeiten ihren Medikationsplan fest im Griff zu haben!

Nach dem Winter zeigt sich nun endlich wieder die Sonne! Es wird wärmer, die Vögel zwitschern und die Blumen und Gräser blühen wieder. Was für manche ein Grund ist, endlich wieder die Wohnung zu verlassen, ist für andere ein Grund zu Hause zu bleiben. Denn mit dem Frühling kommen auch die Pollen. Etwa 14,8% der Deutschen erkranken in ihrem Leben an einer Pollenallergie, dem so genannten Heuschnupfen. Das sind etwa 12 Millionen Menschen! [1]https://edoc.rki.de/handle/176904/1479

 

Die allergische Reaktion wird überwiegend durch die Pollen von windbestäubten Pflanzen hervorgerufen. Diese werden nicht gezielt durch die Anhaftung von Pollen an Insekten, sondern durch die Verbreitung von Pollen durch den Wind bestäubt. Diese Pflanzen produzieren besonders viele Pollen, da die zufällige Verbreitung durch den Wind sehr ungenau ist und eine hohe Pollenanzahl die Wahrscheinlichkeit einer Bestäubung erhöht. Die meisten allergenen Pollen stammen von Bäumen, Kräutern und Gräsern, wie beispielsweise Birke, Hasel, Weizen, Roggen und Beifuß. Die Symptome reichen von laufenden Nasen, über Hautausschläge bis hin zu Asthma-Anfällen und betreffen vor allem Organe, die direkt mit den Pollen in Berührung kommen. Dazu zählen Ohren, Augen, Mund, Nase und Lunge. Aber auch allgemeine Beschwerden, wie Kopfschmerzen, Müdigkeit und Schlafstörungen können die Folge einer Pollenallergie sein [2]https://www.ecarf.org/info-portal/allergien/pollenallergie/https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22748400/.

 

Die Diagnose erfolgt durch den Arzt nach einem Anamnesegespräch und der körperlichen Untersuchung. In manchen Fällen ist auch ein Provokationstest oder ein Lungenfunktionstest erforderlich. Da eine Meidung der auslösenden Allergene kaum möglich ist, werden die Beschwerden überwiegend symptomatisch mit Medikamenten oder ursächlich durch die spezifische Immuntherapie mit Allergenen behandelt. Zur medikamentösen Behandlung werden hauptsächlich Anti-Histaminika und Kortison genutzt. Dabei ist vor allem wichtig, dass die Medikamente regelmäßig und konsequent eingenommen werden [3]https://medicalforum.ch/de/resource/jf/journal/file/view/article/smf/de/smf.2008.06461/3b0b6b2e0d86f0889c5d48aff12d29fbd45b27b1/2008_15_441.pdf/. Denn nur eine regelmäßige Einnahme kann einen spürbaren Effekt hervorrufen.

 

Trotz Pollenallergie – Mit der richtigen und einer regelmäßigen Medikation können auch Sie hoffentlich die ersten Sonnenstrahlen genießen!

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Gesundheits-Apps gibt es viele – Doch woran erkennen Sie seriöse Anbieter?

Die Bild-Zeitung klärt in ihrem Artikel auf, worauf Nutzer bei der Auswahl ihrer Medikamenten-App achten sollen.

Qualität, Transparenz und Datenschutz sind genannte Kriterien, die entscheidend für die Seriosität des Anbieters seien.

Wir freuen uns, dass mediteo von der Bild-Zeitung als seriöse und hilfreiche Gesundheits-App empfohlen wird.

 

Lesen Sie hier den ganzen Artikel:https://www.bild.de/ratgeber/2019/ratgeber/gesundheits-apps-woran-erkennt-man-serioese-anbieter-60507844.bild.html

 

 

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Haben Sie sich das heute auch schon gefragt? Im stressigen Alltag kommt es schnell dazu, dass etwas in Vergessenheit gerät, auch bei der Medikamenteneinnahme. Im Durchschnitt nehmen nur etwa die Hälfte aller Betroffenen mit Bluthochdruck die Medikamente, so wie vom Arzt verordnet, ein.  [1]https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22748400/

 

„Du bist heute wieder auf 180“, diese Aussage hat jeder schon mal gehört aber ab wann spricht man eigentlich von „Bluthochdruck“?

Die essenzielle arterielle Hypertonie ist allgemeiner auch als Bluthochdruck bekannt. Sie wird bei wiederholten situationsunabhängigen Messungen von einem Blutdruck ab 140/90 mm Hg diagnostiziert. Je nach Definition gilt bereits ein Blutdruck ab 120/80 mm Hg als grenzwertig. Am häufigsten kommt die primäre Hypertonie vor, bei der der Bluthochdruck nicht als Folge einer Grunderkrankung auftritt. Die Ursachen hierfür sind zumeist durch genetische Faktoren und die individuelle Lebensweise. Beispiele für Risikofaktoren im Alltag sind hierbei ein hoher und regelmäßiger Alkoholkonsum, Rauchen, Übergewicht, Stress, wenig körperliche Aktivität und ein hoher Salzkonsum. Symptome einer möglichen Hypertonie können erst nach Monaten oder Jahren eintreten. Typisch hierbei sind Kopfschmerzen, Schwindel, Atemnot, Nasenbluten und Leistungsminderung. [2] https://www.rki.de/DE/Content/Gesundheitsmonitoring/Gesundheitsberichterstattung/GBEDownloadsT/hypertonie.pdf?__blob=publicationFile [3] https://flexikon.doccheck.com/de/Arterielle_Hypertonie   In Deutschland ist circa jeder dritte Erwachsene an Hypertonie erkrankt (18-79-jährige). Betrachtet man die Altersgruppe von 70 bis 79-jährigen getrennt, sind sogar drei von vier Personen betroffen. Mögliche Folgen von Hypertonie können unter anderem Schlaganfälle, Herzinfarkte und Nierenerkrankungen sein. [4] https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2015/Ausgaben/05_15.pdf?__blob=publicationFile

 

Wie kann man „Bluthochdruck“ behandeln?

Die Behandlung von Bluthochdruck wirkt schnell und lässt sich leicht in den Alltag integrieren. Ein Kernelement der Behandlung ist die Medikamentengabe. Hierbei werden überwiegend Betablocker und ACE-Hemmer verschrieben, die Folgeschäden der Hypertonie verringern beziehungsweise vermeiden sollen. Während Betablocker die Bildung von Hormonen zur Blutdrucksteigerung hemmen, verringern Betablocker die Wirkung von bestimmten Stresshormonen, unter anderem von Adrenalin und Noradrenalin. Zusätzlich zur Medikamentengabe kann sich eine Umstellung einiger Gewohnheiten positiv auf den Bluthochdruck auswirken, wie z.B. weniger/keinen Alkohol trinken, nicht rauchen, weniger Salz mit der Nahrung aufnehmen und mehr Sport machen. [5] https://www.internisten-im-netz.de/krankheiten/bluthochdruck/behandlung/

 

Wie wichtig ist die Medikamenteneinnahme bei Bluthochdruck?

Trotz der schwerwiegenden Folgen von Bluthochdruck nehmen nur circa 50% der Betroffenen die verschriebenen Medikamente, so wie mit dem Arzt vereinbart, ein. Dabei haben schon kleine Änderungen des Blutdrucks starke Auswirkungen auf die Gesundheit: Eine Senkung des Blutdrucks um 2 mm Hg kann die Wahrscheinlichkeit an einem Schlaganfall zu sterben um 10% verringern und die Wahrscheinlichkeit an einer koronaren Herzerkrankung zu sterben um 7% senken [6] https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2015/Ausgaben/05_15.pdf?__blob=publicationFile .

Eine häufige Ursache für eine verspätete oder verpasste Medikamenteneinnahme ist Vergesslichkeit. [7] https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/html/10.1055/s-2006-955059   Wer kennt das nicht? Man ist den ganzen Tag unterwegs, hat den Kopf voller Aufgaben und abends auf dem Sofa fällt einem dann plötzlich ein, dass man etwas vergessen hat!

Um Ihnen im Alltag ein wenig unter die Arme zu greifen und Ihnen einen Punkt auf ihrer „Daran-muss-ich-noch-denken“ Liste zu erleichtern, haben wir mediteo entwickelt. Die App kann Sie dabei unterstützen, sich regelmäßig an die Medikamenteneinnahme zu erinnern!

 

 

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Anlässlich der pharmazeutischen Fachmesse expopharm, die vom 10. bis zum 13. Oktober 2018 in München stattfand, präsentierte die Medikamenten-Manager-App mediteo zusammen mit der LAUER-FISCHER GmbH ihr neues Kooperations-Projekt. Die direkte Kommunikation zwischen mediteo-Nutzern und Apothekern soll 2019 zur Verfügung stehen.

 

Mobile Apps, über die Medikamente bei der Apotheke nachbestellt werden können, gibt es bereits viele – jedoch ist dieser Bestell-Prozess für Apotheker meist nicht nur kompliziert sondern auch sehr zeitaufwendig. 2019 soll dies anders werden: die Medikamenten-Manager-App mediteo wird die Anfragen ihrer Nutzer direkt an die Apothekensoftware WINAPO® 64 PRO von LAUER-FISCHER übertragen. Frau Dr. Karin Kottenberg, Inhaberin der Bären-Apotheke Duisburg, zeigt sich von dem Projekt begeistert: „Mit einer App die Gesundheit steuern – so kann sichergestellt werden, dass Medikamente genommen werden und der Nachschub nie ausgeht.“

In mediteo haben Nutzer die Möglichkeit, sich mit ihrem bestehenden CGM LIFE Konto zu verbinden. Arbeitet eine entsprechende Apotheke ebenfalls mit der digitalen Patientenakte CGM LIFE, können die Apotheker zukünftig die ausgegebenen Medikamente des Patienten direkt in dessen Account speichern und das Einnahmeschema darin eintragen. So kann der Patient in seiner mediteo-App sofort das Medikament, inklusive Einnahmezeiten, einsehen und sich an die Einnahme erinnern lassen. Neigt sich der Tablettenbestand dem Ende zu, erinnert mediteo seine Nutzer an die Nachbestellung und bietet ab 2019 die Möglichkeit, das Medikament direkt bei seiner Apotheke nachzubestellen. Zudem werden mediteo-Nutzer ihr Einnahmeverhalten mit ihrem Apotheker oder dem Arzt ihres Vertrauens teilen können, sofern sie dies möchten.

Umgesetzt wird dieses Projekt zusammen mit dem Apothekensoftwarehersteller LAUER-FISCHER. Auf der expopharm 2018 traf der vorgestellte Show-Case auf viel positive Resonanz. Besonders für die Kundenbindung sei die digitale Kommunikation zwischen Apotheker und Kunde von hoher Bedeutung. „Vernetzung schafft Vertrauen und stärkt die Bindung sowie die Therapiesicherheit“, beteuert auch Christian Scharpf, Gesellschafter der Apotheke Scharpf OHG. Denn das wichtigste Dreiergespann der Welt, Patient, Arzt und Apotheker, werde nun verbunden mit nur einem Klick.

Anlässlich des 4. Internationalen Tages der Patientensicherheit war mediteo in Kooperation mit dem Arzneimittelkonto NRW in Wuppertal unter dem Motto „Gefahrenquelle Medikamentenmix“ unterwegs, um Apothekenbesucher für das Thema Patientensicherheit zu sensibilisieren und mobilisieren.

 

Heidelberg, den 17. September 2018.

 

Die Digitalisierung im Gesundheitswesen schreitet auch in Deutschland immer weiter voran: Chronisch kranke Patienten können ihre Messwerte in einem digitalen Tagebuch festhalten und überblicken, gebehinderte Menschen haben die Möglichkeit per Videosprechstunde ihren Arzt zu konsultieren und Apps erinnern zuverlässig an die Medikamenteneinnahme. Diese digitalen Lösungen beschützen Patienten bereits jetzt schon vor gefährlichen Doppelverordnungen, Versorgungslücken und möglichen Wechselwirkungen. Dass eine falsche Medikation nicht auf die leichte Schulter genommen werden darf, berichtet auch das ARTE-Wissensmagazins Xenius: „Jährlich sterben in Deutschland als auch in Frankreich bis zu zehnmal mehr Menschen an den Folgen von unerwünschten Neben- oder Wechselwirkungen von Medikamenten als im Straßenverkehr.“

 

Die Mediteo-App unterstützt Patienten bei der Medikamenteneinnahme

Um diese Zahlen zu senken, hat sich auch die Mediteo GmbH die Digitalisierung zu Nutzen gemacht und eine Adhärenz-App entwickelt, die Patienten an die regelmäßige Medikamenteneinnahme erinnert. Zudem weist die App auch auf mögliche Doppelmedikationen hin, zeigt Wechselwirkungen auf und speichert Messwerte in einem integrierten Tagebuch.

Ihm Rahmen des diesjährigen Internationalen Tages der Patientensicherheit, bei dem der Fokus auf genau dieser Art von Digitalisierung lag, war Mediteo zusammen mit dem Team des Arzneimittelkontos NRW (AMK) in einigen Apotheken in Wuppertal vor Ort, um Patienten über ihre digitalen Möglichkeiten zu einer besseren Arzneimitteltherapiesicherheit zu informieren und sie für die Gefahren eines Medikamentenmixes zu sensibilisieren.

 

Mit dem Arzneimittelkonto NRW zur besseren Arzneimitteltherapie- und Patientensicherheit

Am AMK-Projekt teilnehmende Apotheken und Ärzte können Patienten im Arzneimittelkonto NRW registrieren und ihnen somit die Möglichkeit bieten, direkt von der mediteo-App auf das persönliche Arzneimittelkonto zuzugreifen. So können Patienten mit der mediteo-App jederzeit ihren aktuellen Medikationsplan einsehen und selbst pflegen. Wird ein neues Medikament hinzugefügt, überprüft die App, ob Gefahr einer potentiellen Doppelmedikation besteht und kann so rechtzeitig vor unerwünschten Arzneimittelwirkungen warnen. In der Folge wird jedes neue Medikament automatisch bei jeder ärztlichen Verordnung im Rahmen der Prüfung der Arzneimittel-therapiesicherheit mit berücksichtigt. Ebenso werden Änderungen in der Arzneimitteleinnahme sofort im persönlichen Arzneimittekonto gespeichert und können von teilnehmenden Ärzten eingesehen werden, insofern der Patient hierfür eine Zugriffsberechtigung erteilt hat.

Die TÜV-geprüfte mediteo-App wird von Ärzten entwickelt und richtet sich genau an die Bedürfnisse der Nutzer. Interessenten können die App kostenlos im App-Store oder Google PlayStore herunterladen und sie ohne Registrierung oder Angabe von persönlichen Daten nutzen.

 

 

Über Mediteo
Bei den vielen Herausforderungen des Alltags kann es für Patienten schwierig sein, den Überblick über ihre Medikamenteneinnahme zu bewahren und an die regelmäßige Verabreichung zu denken. Die Mediteo GmbH ist ein Digital Health Start-Up, das Patienten beim Umgang mit ihren Medikamenten unterstützen möchte.
Mit der von Ärzten entwickelten App Mediteo kann der Nutzer seine Medikamenteneinnahmen einfach und sicher verwalten und wird mit Benachrichtigungen an die rechtzeitige und regelmäßige Einnahme erinnert. Die Mediteo-App hilft somit ihren Nutzern, den persönlichen Therapieplan besser in den Alltag zu integrieren. Mediteo informiert zudem über Neben- und Wechselwirkungen von den verabreichten Medikamenten und verweist auf deren korrekte Anwendung. Somit trägt Mediteo zu einer verbesserten Arzneimitteltherapiesicherheit bei. Die Mediteo GmbH wird als Schwesterunternehmen der Gotthardt Healthgroup AG (GHG) von Prof. Dr. Daniel Gotthardt geführt. Die Mediteo GmbH wurde 2015 gegründet und hat ihren Sitz gemeinsam mit der GHG in Heidelberg. Weitere Informationen finden Sie auf www.mediteo.com.

 

Über die Gotthardt Healthgroup AG
„Medical Evidence to Action“ ist der Leitgedanke der Gotthardt Healthgroup AG und ihrer digitalen Lösungen und Services für die Gesundheitsbranche. Diese unterstützen, so die Mission des Unternehmens, alle Teilnehmer im Gesundheitsmarkt positiv und nachhaltig bei Arbeitsabläufen, Prozessen und Verhaltensweisen und bieten zudem aussagekräftige Erkenntnisse über heutige Behandlungswege. Beispiel für diese Lösungen aus der Digitalen Medizin sind etwa die Therapieadhärenz-App Mediteo (www.mediteo.com), die sich als mobile Health App direkt an die Patienten wendet. Sie unterstützt Patienten bei der Einnahme und Verwaltung ihrer Medikation und ist kostenlos im App Store und Play Store verfügbar. Außerdem erhalten niedergelassene Ärzte über den GHG Praxisdienst wertvolle Informationen zu klinischen Studien, die ihren Patienten und Familien helfen können. Die Gotthardt Healthgroup _AG wurde 2015 gegründet und hat ihren Sitz in Heidelberg.

 

 

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Die zahlreichen Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises haben viele Gesichter und bei mir zeigt sich Rheuma in Form von Morbus Bechterew sowie rheumatoider Arthritis in den peripheren Gelenken. Ein Leben mit Rheuma: Schmerzen, Bewegungseinschränkungen und Morgensteifigkeit sind nur drei Dinge, mit denen ich mich jeden Tag auseinandersetzen muss.

 

Dass ich damit nicht alleine bin zeigt sich schon an den mehr als 20 Millionen Betroffenen in Deutschland. Dabei sind nicht nur ältere Menschen vom Rheuma betroffen, auch bei jungen Erwachsenen oder gar Kindern können rheumatische Erkrankungen diagnostiziert werden.

 

Neben der Rheumatoiden Arthritis, bei der sich die Gelenke entzünden und dem Morbus Bechterew, der mit einer Versteifung der Wirbelsäule einhergeht, gibt es unter anderem die Fibromyalgie – den sogenannten Weichteilrheumatismus, die Gicht – eine Stoffwechselerkrankung, oder auch die Arthrose – also den Gelenkverschleiß. Als Autoimmunerkrankung ist Rheuma nicht heilbar – schließlich wendet sich die körpereigene Abwehr hier gegen sich selbst. Doch wenn die Behandlung und Medikamenteneinnahme in einem frühen Stadium beginnt, kann die Krankheit zumindest aufgehalten oder verlangsamt werden.

 

Natürlich ist die Diagnose Rheuma zunächst einmal ein Schock – vor allem für junge Menschen. Selbst ich, ein durchweg positiver Mensch der so gut wie nie zum Arzt gegangen ist, wurde von der Diagnose Rheuma, die ich mit Anfang 20 gestellt bekam, zunächst stark getroffen und völlig aus der Bahn geworfen. Doch über die Jahre habe ich mir einen positiven Umgang mit der Krankheit angeeignet – ja, ich empfinde sie sogar als Lehrer, der mir so einiges darüber beibringt, was im Leben wirklich wichtig ist.

 

Eine Diagnose, die mein Leben verändert hat

 

Angefangen hat alles vor mehr als 15 Jahren mit ziehenden Schmerzen im Lendenwirbelbereich, die sich bis in den Fuß hinunterzogen und die mich sogar daran gehindert haben, von einem Stuhl aufzustehen. Innerhalb kürzester Zeit verschlimmerten sich die Schmerzen weiter und selbst eigentlich einfache Dinge wie hinsetzen oder aus dem Bett aufstehen, Socken anziehen oder die Haare kämmen waren aufgrund der ziehenden und zeitgleich stechenden Schmerzen sowie der Bewegungseinschränkungen kaum mehr möglich.

 

Anstatt mein Leben aktiv draußen, beim Wandern oder Tennisspielen zu verbringen, habe ich plötzlich viel Zeit in Wartezimmern verbracht. Viele Monate, Untersuchungen, Überweisungen, Arzttermine und Röntgenbilder später wurde dann die Diagnose gestellt. Leider auf eine Weise, die mir zuerst einmal jeden Mut nahm, dass sich meine Situation irgendwann wieder bessern könnte. Die Krankheit, so wurde mir gesagt, würde nur schlimmer werden, daran könne man nichts ändern und ich sollte mich am Besten schon mal an die Schmerzen gewöhnen. Ich konnte einfach nicht glauben, dass sich mein Leben plötzlich so stark ändern sollte.

 

Zunächst habe ich versucht, die Schmerzen zu ignorieren und die Einnahme von Medikamenten so weit wie möglich hinausgeschoben, doch irgendwann musste ich einlenken, was sich hinsichtlich der Schmerzreduktion und dem Rückgang der Entzündungen sehr positiv bemerkbar gemacht hat.

 

Die Krankheit als Weg zur positiven Lebenseinstellung

 

Ich habe mich mittlerweile mit meiner Krankheit angefreundet und lebe nach dem Motto: Ich habe zwar die Krankheit, doch die Krankheit hat nicht mich. Das Rheuma hat mir sogar geholfen, zu erkennen was im Leben wirklich wichtig ist und erinnert mich immer wieder daran, mich an den kleinen Dingen und den ganz besonderen Momenten zu erfreuen. Während ich früher meiner Gesundheit kaum Aufmerksamkeit geschenkt und sie als selbstverständlich angesehen habe, ist es mir heute besonders wichtig, meinem Körper das zu geben was er wirklich braucht. Dabei geht es nicht nur darum, mich gesund zu ernähren und darauf zu achten, genügend entzündungshemmende Nahrungsmittel zu mir zu nehmen, nein es geht auch darum, meinem Körper Ruhepausen zu gönnen wenn er sie braucht, ihm aber dennoch auch dann die nötige Bewegung zu verschaffen, wenn ich eigentlich einmal keine Lust habe, Gymnastik zu machen oder spazieren zu gehen.

 

Eine positive Einstellung zum Leben – und ganz besonders zum Leben mit Rheuma – hat dazu geführt, dass ich mit meiner Krankheit im Reinen bin. Ich habe meine Schmerzen unter Kontrolle, bin sogar oft ganz schmerzfrei und weiß wie ich bei Entzündungen gegensteuern und mir selber Mut machen kann. Ich kann meine Gedanken zur Ruhe bringen und meinem Körper mit tiefen Atemzügen und einem an meine Situation angepassten Fitnessprogramm Erleichterung verschaffen. Wie gesagt: Ich habe die Krankheit, aber die Krankheit hat nicht mich.

 

Das Leben genießen trotz Rheuma

 

Im Gespräch mit anderen Betroffenen habe ich schnell gemerkt, dass viele Rheumapatienten das Gefühl haben, der Krankheit hilflos ausgeliefert und ausschließlich auf die Hilfe von außen angewiesen zu sein. Doch im Laufe der Zeit habe ich gelernt, dass dies nur Bedingt der Wahrheit entspricht, denn unser Körper hat wunderbare Selbstheilungskräfte und wenn wir wissen, wie wir diese einsetzen und aktivieren können, dann können wir unsere Situation deutlich verbessern. Ich konnte beispielsweise durch die Umstellung meiner Ernährung meine Medikamenteneinnahme  auf ein für meinen Körper sehr viel verträglicheres Maß reduzieren und kann nun langfristig gut mit einer geringeren Dosis leben. Weil es natürlich dennoch wichtig ist, die Tabletten regelmäßig und zur selben Zeit einzunehmen, nutze ich unter anderem die Mediteo-App, um mir den Alltag zu vereinfachen.

 

Zu Beginn meiner Krankheitsgeschichte konnte ich kaum positive Berichte von Betroffenen finden und musste mir das Wissen um die richtige Ernährung, Bewegung und Lebenseinstellung mühsam und in jahrelanger Recherche selbst aneignen. Deshalb habe ich vor einigen Jahren angefangen, über meine eigenen Erfahrungen im Umgang mit Rheuma zu bloggen. Mein Blog soll denjenigen helfen, die – ebenso wie ich damals – von einer plötzlichen Diagnose aus der Bahn geworfen werden und nun gar nicht wissen, wo sie anfangen sollen oder dass sie selbst durchaus etwas für sich tun können. Denn: Sich trotz der Diagnose Rheuma eine hohe Lebensqualität zu erhalten ist gar nicht so schwer, wenn man nur weiß wie – und wo man anfangen soll.

 

 

Über die Autorin

Lisa Feldmann arbeitet ortsunabhängig als freie Journalistin und Redakteurin. Seit ihrer eigenen Rheuma-Diagnose beschäftigt sie sich intensiv mit Methoden zur Schmerzreduktion und dem positiven Umgang mit der Krankheit. Vor einigen Jahren hat sie angefangen, über ihre Erfahrungen zu bloggen und auf ihrem Blog Rheuma Optimist thematisiert sie ihren Alltag mit Rheuma, mit dem Ziel, anderen Betroffenen Mut zu machen.

 
 
 
 
 

Beiträge, die durch die Rubrik Patientenblicke gekennzeichnet sind, geben die Meinung des jeweiligen Autors und nicht immer die Meinung der Mediteo GmbH wieder. Patientenblicke dient lediglich dazu, verschiedene Sichtweisen und Meinungen von Betroffenen und Angehörigen aufzuzeigen und Einblicke in deren Lebenssituation zu ermöglichen.

 

 

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Es juckt und es schuppt bei mehr als 2,5% der Bevölkerung und ich bin eine davon. Dabei habe ich noch Glück und bei mir sind die Stellen nicht so offensichtlich, aber es schränkt trotzdem ein und es ist unangenehm. Psoriasis, besser bekannt als Schuppenflechte, ist eine chronische Erkrankung, unter der in Deutschland mehr als 2 Mio. Betroffene leiden. Bis zur endgültigen Diagnose ist es oft ein langer Leidensweg.

Ich habe die Erkrankung bereits seit mehreren Jahrzehnten, vermutlich ausgelöst durch das Pfeiffersche Drüsenfieber. Oftmals bricht die Psoriasis nach einem schwereren Infekt oder einer Operation etc. aus. Mir wurden damals im Alter von 17 Jahren die Mandeln während einer Not-OP entfernt und ich habe zudem allergisch auf das Penicillin reagiert.

Wie dem auch sei, es juckte und schuppte auf dem Kopf und ich ging zum Hautarzt. Dieser behauptete immer wieder, es sei keine Schuppenflechte und erst als ich mit Ende 20 in ein anderes Bundesland umzog, wurde die Schuppenflechte bestätigt und ich bekam eine gemixte Salbe, die zunächst sehr gut half.

Allerdings ließ die Wirkung bald nach und ich habe noch diverse andere Salben und Cremes ausprobiert und war sogar einmal in einer Rehaklinik.

Psoriasis Arthritis

Dazu kam dann auch noch eine Psoriasis Arthritis, aber auch auf die eigentliche Diagnose musste ich ebenso lange Jahre warten und wenn ich mich so in den Psoriasis-Gruppen umschaue, geht es vielen anderen genauso.

Ich hatte immer geschwollene Finger und konnte diese morgens kaum bewegen, geschweige denn Hosenknöpfe schließen. Die Finger waren zudem wund und ich hatte kleine juckende Pusteln. Diese Probleme hatte ich meistens im Winter und niemals wäre ich auf die Idee gekommen, dass das mit der Psoriasis zusammenhängen könnte. Nach zwei Wintern war das Problem dann weg und kam erst nach der zweiten Schwangerschaft wieder. Diesmal aber besonders heftig, so dass auch meine Knie und Armsehnen betroffen waren. Ich konnte morgens kaum mehr die Treppen runtergehen, solche Schmerzen hatte ich in den Knien. Auch die Finger waren wieder betroffen und die normale Schuppenflechte auf dem Kopf blühte auch.

Durch Zufall stieß ich auf einen Artikel darüber und machte mir einen Termin bei einem Rheumatologen. Dieser bestätigte dann auch direkt, dass ich nun neben der normalen Schuppenflechte auch an der Gelenkschuppenflechte leide.

Die PSA (Psoriasis Arthritis) ist oft nicht so leicht zu erkennen und daher gehen viele Patienten fälschlicherweise zu einem Orthopäden, da es ja eben in den Gelenken zwickt und zwackt. Wenn man viel Glück hat, wird man dann irgendwann zu einem Rheumatologen überweisen. Beschäftigt man sich allerdings selbst intensiv mit dem Thema und recherchiert selbst im Internet (hoch lebe das www), kann man auch schnell selbst auf diese Möglichkeit kommen.

Korrekte und konstante Therapie mit Salben oder Medikamenten

Damit die Gelenke nicht zu sehr angegriffen werden, sollte man hier auf jeden Fall entzündungshemmende Medikamente nehmen und es ist auch sehr wichtig, diese korrekt und zu den richtigen Zeiten einzunehmen. Anfänglich habe ich das ab und an vergessen und man merkt es dann direkt an den Schmerzen.

Damit ich keine Einnahme mehr vergesse und auch die Behandlungen mit meinem UV-Kamm sowie den Salben korrekt durchführe, habe ich die Mediteo App, die mich rechtzeitig daran erinnert. Das ist ganz schön praktisch.

Psoriasis – ein Leben mit Einschränkungen

Da ich in vielen Psoriasis-Foren unterwegs bin, weiß ich, dass es Menschen gibt, die von dieser Krankheit wesentlich mehr betroffen sind als ich. Manche haben es am ganzen Körper und sind in ihrem Leben extrem eingeschränkt. Sie trauen sich im Sommer nicht, kurze Hosen oder Shirts zu tragen, wegen der Blicke, die auf sie fallen. Oft habe ich auch schon gehört, dass Personen mit Schuppenflechte gemobbt wurden bzw. auch aus einem Schwimmbad ausgeschlossen wurden.

Psoriasis ist nicht ansteckend. Es ist oft nicht sehr schön anzuschauen, aber es ist eine Autoimmunerkrankung, die eben nicht heilbar ist. Für mich ist es auch immer wieder ein Problem zum Friseur zu gehen. Wenn ich einen Schub habe, dann ist meine Kopfhaut so offen und wund, dass ich mir gar keine Behandlung vorstellen kann und auch sonst schäme ich mich etwas wegen der Schuppen. Bisher war diese Sorge jedoch immer unbegründet, denn noch nie hat sich ein Friseur geweigert mich zu behandeln oder mich irgendwie darauf angesprochen.

Positiv Denken trotz Krankheit

Obwohl ich diese chronische Erkrankung habe, bin ich ein positiver Mensch. Es bringt rein gar nichts ständig zu fragen, warum gerade ich, sondern immer im Hinterkopf haben, dass es Menschen gibt, denen es schlechter geht. Wenn ich gerade mal wieder einen Schub habe, dann lenke ich mich ab mit Dingen, die ich gerne tue oder spreche auch anderen Betroffenen Mut zu.

 

Über die Autorin

Anja leidet bereits seit dem Teenager-Alter unter Psoriasis und später kam auch noch Psoriasis Arthritis hinzu. Bis zu den eigentlichen Diagnosen war es ein weiter Weg und auf ihrem Blog CASTLEMAKER hat sie darüber erzählt und schreibt auch, welche Produkte sich zur Pflege trockener Psoriasis-Haut gut eignen.

 
 
 
 
 

Beiträge, die durch die Rubrik Patientenblicke gekennzeichnet sind, geben die Meinung des jeweiligen Autors und nicht immer die Meinung der Mediteo GmbH wieder. Patientenblicke dient lediglich dazu, verschiedene Sichtweisen und Meinungen von Betroffenen und Angehörigen aufzuzeigen und Einblicke in deren Lebenssituation zu ermöglichen.

Den Puls messen, Symptome checken, das Schlafverhalten überwachen… das alles ist heutzutage auf dem Smartphone möglich – und die Anzahl mobiler Gesundheits-Apps steigt täglich an. Als digitale Helfer nehmen sie in unserem Alltag einen immer wichtigeren Platz ein und werden so für uns zur Selbstverständlichkeit.

 

Doch das große Angebot an Apps ist meist unübersichtlich und es lässt sich oft nur sehr schwer erkennen, hinter welchen Apps ein seriöser und verlässlicher Anbieter steht. Oft fehlt es den Apps an Evidenz, verbindlichen Strukturen oder Zulassungsverfahren.

 

Als Nutzer hat man kaum die Möglichkeit, hinter die Kulissen zu schauen. Doch zum Glück gibt es professionelle Prüfinstitute wie den TÜV, die genau wissen, worauf es ankommt.

 

mediteo ist jetzt TÜV-geprüfte Gesundheits-App

mediteo hat sich jetzt vom TÜV Saarland prüfen lassen – und das mit Erfolg! Das TÜV-Siegel „Geprüfte App“ bestätigt die Sicherheit, Gebrauchstauglichkeit und Qualität unserer Medikamenten-App. Der TÜV-Test erwies, dass mediteo nur für die Verwendung notwendige Daten speichert und diese verschlüsselt übertragen und vor unbefugtem Zugriff gut geschützt werden. Auch erkannte die Prüfstelle an, dass sich die Erinnerungs-App durch leichte Bedienbarkeit und Verständlichkeit und hohe Zuverlässigkeit auszeichnet.

 

Vertrauen Sie dem TÜV-Urteil und empfehlen Sie mediteo weiter!

 

„Heute Abend essen gehen?” – “Ich habe leider keine Zeit.“ Oft ist es nicht die Zeit, die mir fehlt für soziale Aktivitäten, aber wer sagt schon gerne: „Ich kann nicht, ich habe Durchfall“?
Vor 20 Jahren wurde bei mir Reizdarmsyndrom diagnostiziert. Seitdem wurden die Symptome immer schlimmer, in den letzten Jahren hatte ich jeden Tag Bauchschmerzen, Durchfall oder Sodbrennen. Oft fühlte ich mich schon morgens beim Aufstehen furchtbar müde und antriebslos, denn die Symptome raubten mir jegliche Energie. Bei jeder Mahlzeit überlegte ich: “Vertrage ich das? Was für Folgen hat es, wenn ich das esse?”. Weil ich nicht wusste, was die Ursache der Symptome war, nahm ich jahrelang Medikamente, um die Symptome zu bekämpfen anstatt die Ursache zu beheben.

Was ist Reizdarmsyndrom?

Wird auch nach gründlichen Untersuchungen keine Ursache für die Magen- und Darmbeschwerden gefunden, lautet die Diagnose häufig „Reizdarmsyndrom“. Viele – aber nicht alle! – Ärzte gehen leider immer noch davon aus, dass es sich bei den Beschwerden um einen empfindlichen Magen und Darm oder reine Kopfsache handelt. Zwar spielen psychische Faktoren oft eine große Rolle, aber sie sind selten die alleinige Ursache. Anhand profunder Blut- und Stuhluntersuchungen ließen sich weitere Gründe für meine Beschwerden finden. Leider gibt es keine Blitzkur, um die Ursachen zu beheben, denn einen geschädigten Darm zu sanieren ist eine langwierige Angelegenheit.

Maßnahmen, um meinen Darm zu sanieren

Der wichtigste Baustein meiner Therapie ist meine Ernährung, die ich radikal ändern musste. Ich halte eine sehr strenge Diät und verzichte auf Nahrungsmittel, die im Verdacht stehen, Darmprobleme zu verursachen. Zusätzlich nehme ich verschiedene Enzyme, Bakterien, Vitamine, Spurenelemente und Aminosäuren. Auch meinen Lebensstil musste ich anpassen, um mehr Ruhezeiten in meinem Alltag zu schaffen. Das fällt mir schon deshalb schwer, weil es mir mittlerweile besser geht und ich wieder viel mehr Energie und Tatendrang habe. Immer häufiger fällt mir abends auf, dass ich den ganzen Tag keine Beschwerden hatte und ich freue mich über den Zugewinn an Lebensqualität.

Über die Autorin

Britta wurde als Teenager mit Reizdarmsyndrom diagnostiziert. Lange Zeit hat sie die Diagnose akzeptiert. Heute arbeitet sie mit der Unterstützung von Ärzten und Ernährungsexperten an den Ursachen für die Beschwerden. Auf ihrer Website Leben mit Reizdarm berichtet sie über mögliche Ursachen für Magen- und Darmbeschwerden und verschiedene Therapieansätze. Mit der Website möchte Britta anderen Betroffenen helfen, beschwerdefrei zu werden und Lebensqualität zurück zu gewinnen.

 
 
 
 
 

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Wer kennt das nicht? Voller Vorfreude geht es ab in den Urlaub – ein paar Wochen einfach nur entspannen, weit weg von dem Alltag, auf Reisen in einem neuen Land.

 

Doch was, wenn der perfekt scheinende Urlaub plötzlich eine Kehrtwende annimmt?

 

Kilometerlange Staus auf den Autobahnen, vom Taxifahrer übers Ohr gehauen oder die Zeitverschiebung bringt die Medikamenteneinnahme komplett durcheinander. Was für ein Glück, dass es Apps gibt, mit denen Sie solche Situationen vermeiden können!

 

Welche Apps sich besonders gut für mehr Sicherheit auf Reisen eignen, hat Merkur.de aufgelistet.

 

Lesen Sie hier, welche Apps Sie sich vor der Abreise unbedingt herunterladen sollten: https://www.merkur.de/reise/zehn-besten-apps-sicherheit-reisen-zr-9776391.html

Im Alter von 2 Jahren fiel, in Folge einer Zeit, die für meine Eltern von Ungewissheit und Angst geprägt war, meine Diagnose: Ich hatte Mukoviszidose. Ein harter Schlag für meine Familie, dennoch kein Grund für sie, die Hoffnung zu verlieren. Eher im Gegenteil! Denn ich sollte, trotz meiner chronischen Stoffwechselerkrankung, ein möglichst normales Leben führen. Sie und ihre positive Einstellung sind der Grund dafür, weshalb es mir heute gesundheitlich so gut geht und warum auch in mir die Hoffnung bis heute so fest verankert ist. Mittlerweile glaube ich, dass wir alle, ob erkrankt oder nicht, nach einem außergewöhnlichen, authentischen und fantastischen Leben streben sollten- statt nur nach einem „normalen“ Leben.

Doch wie lässt sich ein Leben, das geprägt ist von Therapiemaßnahmen, regelmäßiger Medikamenteneinnahme und demzufolge einer strikten Routine, mit einer außergewöhnlichen Art und Weise zu leben, verbinden?

Was bedeutet es, mit Mukoviszidose zu leben?

Mukoviszidose ist eine chronische, vererbbare Stoffwechselerkrankung, bei der ein Gendefekt vorliegt, der bewirkt, dass der Austausch von Salz und Wasser im Körper nicht korrekt funktioniert. Dies führt unter anderem dazu, dass die Lunge, sowie einige andere Organe, mit der Zeit aufgrund eines zähflüssigen Sekrets nach und nach beschädigt werden. Zu den täglichen Therapiemaßnahmen gehört das Inhalieren verschiedener Medikamente, das Einnehmen vieler Tabletten, sowie Sport und Physiotherapie, um die Lunge zu mobilisieren. Im Abstand mehrerer Monate fallen außerdem intravenöse Antibiotikakuren an, bei der drei Mal täglich zwei Wochen lang Antibiotika per Infusion verabreicht werden, um die Auswirkungen der Krankheit einzudämmen. Eine der größten Gefahren für Mukoviszidose-Patienten sind Viren und Bakterien, die sich in der Lunge einnisten und die allgemeine Lungenfunktion beeinträchtigen können.

Routine in ein außergewöhnliches Leben integrieren

Da die regelmäßige und rechtzeitige Einnahme aller Medikamente beim Leben mit Mukoviszidose von enormer Wichtigkeit ist, war mein Leben schon sehr früh von Regelmäßigkeit und Routine geprägt- möglicherweise ein Grund, warum mir die Routine und die geregelten Tagesabläufe in der Schule und später im Job eher missfielen und vermutlich auch ein Anreiz für mich, einen eher außergewöhnlichen Lebensweg zu wählen. Heute weiß ich, wie ich Routinen sogar für mich nutzen kann und wie sie auch sonst mein Leben bereichern können, ohne an Spontaneität zu verlieren.

Reisen und Selbstständigkeit als Ausdruck individueller Freiheit

Vor nun etwa 8 Jahren packte mich die Liebe zum Reisen. Ich liebe das Gefühl der Freiheit, das Entdecken anderer Kulturen und einfach die Schönheit dieser Welt. Daraufhin machte ich mich drauf und dran, nicht nur meine Therapiemaßnahmen und die Erhaltung meiner Gesundheit mit dem Reisen zu verbinden, sondern auch meine Arbeit. Viele Jahre später machte ich mich selbstständig als Videografin und Cutterin und startete mein erstes Herzensprojekt, meinen Blog.

Dankend auf die Mukoviszidose blicken

Heute bin ich unendlich dankbar, dass ich aufgrund meiner Erkrankung gelernt habe, Routinen in meinen Alltag zu integrieren und auch wenn es nicht immer leicht ist, an all die Medikamente und Maßnahmen zu denken, hat mir die hierdurch entstandene Selbstdisziplin während meiner Selbstständigkeit und im weiteren Verlauf nur geholfen. Heute verbinde ich die Routinen, die ich ein Leben lang schon mache, mit Routinen, die mir auch auf persönlicher Ebene weiterhelfen, wie z.B. Meditation, Yoga und so weiter. Ich blicke also dankend auf die Mukoviszidose- dafür, dass sie mich so viel gelehrt, mich in unvorstellbarem Maße gestärkt und für mein Leben gewappnet hat.

Über die Autorin

Denise Yahrling ist 27, leidenschaftliche Reisende, Videografin, Bloggerin und seit kurzem auch Buchautorin. Anfang 2016 startete sie ihren Blog, „Travelous Mind“, auf dem sie neben dem Thema „Reisen mit chronischer Krankheit“ auch über sonstige Herzensthemen schreibt, wie Persönlichkeitsentwicklung, Ängste, Träume und mehr. Mit ihrem Buch „Das Leben passiert für dich: Mit Mukoviszidose und Rucksack um die Welt“ möchte sie Menschen dazu inspirieren, ihre eigenen Grenzen zu sprengen und ihrem eigenen, authentischen Lebensweg zu nachzugehen.

Foto Credits: Header © Florian Schulz

 
 
 
 
 

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Da saß ich nun im März 1993 auf dem Krankenbett und musste den Arzt nochmal fragen, wie die Krankheit heißt, die ich jetzt habe. Multiple Sklerose? Noch nie gehört. Ist das schlimm? Kann ich daran sterben? Was mache ich jetzt damit? Für mich unaufgeklärt und völlig unwissend verließ ich nach elf Wochen der Diagnosesuche mit meinen gerade 19 Jahren das Krankenhaus. Damals war das keine so häufig entdeckte Krankheit wie heute und es gab nicht viel, was man darüber lesen und sich informieren konnte. Heute ist das anders und das ist auch gut so.

Was ist das denn überhaupt?

Multiple Sklerose ist eine Autoimmunkrankheit, die auch die Krankheit der Tausend Gesichter genannt wird. Sie kann sich in einer Vielzahl von Symptomen zeigen und verläuft bei jedem Betroffenen anders. Recht schnell hatte ich verstanden, warum man sie die „Krankheit mit den tausend Gesichtern“ nennt. Ich hatte Schübe mit den Extremitäten, die nur noch eingeschränkt funktionierten, hatte Gesichtsnervlähmung, hatte eine Sehnerventzündung und sah dadurch doppelt. All diese Ausfälle sind wieder vollständig zurückgegangen. Andere klagen auch über die sogenannte Fatique, eine ständige Müdigkeit, das habe ich zum Glück nicht.

Medikamente

Seit 2011 nehme ich ein Medikament, das einen Arzneistoff aus der Gruppe der reversiblen Kaliumkanal-Blocker enthält. Es soll zur Verbesserung der Gehfähigkeit beitragen. Bei mir hatte sich der Fußheber verbessert. Diese Tablette nimmt man morgens und abends immer in einem Einnahmeabstand von 12 Stunden. Damit der Wirkstoff wirken kann muss dieser zeitliche Abstand eingehalten werden. Für eine Therapie ist es sehr wichtig, dass man die Einnahmezeiten einhält. Die Forschung für Multiple Sklerose geht immer weiter voran und immer wieder kommen neue Medikamente auf den Markt. Und so wie es diese Krankheit mit den Tausend Gesichtern gibt, so unterschiedlich wirken die einzelnen Wirkstoffe für jeden Einzelnen und ich habe jeden Tag die Hoffnung, dass irgendwann in den Medizinbüchern nicht mehr dieses unschöne Wort „unheilbar“ steht.

Das Leben geht trotzdem weiter

Für mich war damals und auch heute das allerschlimmste, dass ich in meinem Sport eingeschränkt wurde und heute auch teilweise bin. Aber all das lässt mich mein Leben immer noch mit neugierigen Augen sehen. Mein Gleichgewichtssinn ist nicht mehr so gut und ich kann dadurch nicht mehr Fahrrad oder Motorrad fahren. Zum Glück habe ich Alternativen gefunden und fahre jetzt Tandem und Motorrad-Gespann. Beim Tandem sitze ich hinten und der Vordermann/-frau hält das Gleichgewicht und das Motorradgespann fahre ich selbst, mit dem Beiwagen ist mein Gleichgewicht wieder hergestellt. Ich liebe diese Alternativen!

Ein Blog, Alternativen, Hoffnung und die Ernährung

Ich möchte mit meinem Blog anderen Betroffenen und auch deren Angehörigen Mut machen, dass das Leben mit dieser Krankheit nicht vorbei ist. Mein Leben war noch nie so spannend wie heute. Ich suche und finde Alternativen, die mich am aktiven Leben weiterhin teilhaben lassen. Es gibt auch Betroffene, die sind aktiv und ohne Einschränkungen bis ins hohe Alter. Es ist und bleibt die Krankheit mit den tausend Gesichtern. Ich weiß natürlich nicht, wie es mir in einigen Jahren geht, ich weiß nur, dass ich den Verlauf ein bisschen selbst in der Hand habe durch meine Ernährung und der Einstellung zum Leben.

MS und Ernährung

Das Thema Ernährung beschäftigt mich schon seit einigen Jahren in Bezug auf die Multiple Sklerose. Es motiviert mich immer wieder, herauszufinden, wie es mir noch lange gut gehen kann trotz MS und ich weiß, ich bin auf einem guten Weg – auf meinem Weg. Und all die Erfahrungen möchte ich gerne weitergeben, das liegt mir sehr am Herzen und ich freue mich über jeden Betroffenen und auch Angehörigen, der daraus Mut und Kraft ziehen kann für seine eigene MS-Geschichte. Niemals darf man den Kopf in den Sand stecken, das ist auch gar nicht gut für den Teint. 😉

Über die Autorin

Vor einigen Jahren begann Daniela den Blog zeitgedanke.org zu schreiben, der mittlerweile wie eine kleine Therapie für sie geworden ist. Für ihren Blog („Notiz an mein Leben – der MS die Stirn bieten“) recherchiert sie viel über die verschiedensten Themen, die die MS betreffen. Ob es alternative Heilmethoden sind, Lebenseinstellungen, eine entzündungshemmende Ernährung oder Sport mit all seinen Alternativen. Daniela schreibt auch über ihre Reisen und Unternehmungen und möchte damit zeigen, dass man trotz Multiple Sklerose immer noch aktiv sein kann. Daniela bekam 1993 die Diagnose MS.

 
 
 
 
 

Beiträge, die durch die Rubrik Patientenblicke gekennzeichnet sind, geben die Meinung des jeweiligen Autors und nicht immer die Meinung der Mediteo GmbH wieder. Patientenblicke dient lediglich dazu, verschiedene Sichtweisen und Meinungen von Betroffenen und Angehörigen aufzuzeigen und Einblicke in deren Lebenssituation zu ermöglichen.

Als ich im Sommer 2013 die Diagnose „mittelschwere bis schwere Depression“ erhielt, war dies für mich nicht sonderlich überraschend. Vielmehr hatte ich nach den vergangenen Wochen und Monaten fast damit gerechnet. Auch wenn ich vorher nicht genau sagen konnte, was bei mir nicht mehr stimmte, so ergaben die einzelnen Symptome und Veränderungen in meinem Verhalten und meiner Wahrnehmung nach der ausgesprochenen Diagnose plötzlich einen Sinn. Nur war ich mittlerweile an einem Punkt angekommen, wo die Kraft und der Einfluss der Depression auf mich bereits sehr stark waren.

Der erste Schritt ist der schwerste

Ich hatte sehr lange gewartet, bis ich mir Hilfe holte und bei einem Arzt ansprach, dass etwas nicht stimmt. Erst als Suizidgedanken aufkamen, war ich soweit. Damals saß ich heulend und verzweifelt vor dem Arzt, während ich ihm erzählte, wie fertig, abgestumpft und hoffnungslos ich mich seit Wochen fühlte. Die Albträume wurden von Nacht zu Nacht schlimmer, falls ich überhaupt schlafen konnte. Meine Gedanken drehten sich unablässig im Kreis, dazu spielte in meinem Kopf laute Musik. Meine Augen nahmen keine Farben mehr wahr und riechen konnte ich ebenfalls nichts mehr. Mein Herz raste ohne Unterlass. Ich fand einfach keine Ruhe mehr. Meine Muskeln im ganzen Körper waren permanent bis auf´s Äußerste angespannt. Das Atmen fiel mir schwer und ich konnte nur noch sehr flach ein- und ausatmen. Mein Selbsthass wuchs von Tag zu Tag, genauso wie meine Hoffnungslosigkeit. Im einen Moment pilgerte ich wie getrieben hin und her, dann wieder lag ich komplett regungslos auf dem Sofa und hatte keine Kraft mich zu bewegen. Ich sehnte mich nach Ausgeglichenheit und innerer Ruhe. Um wenigstens etwas (äußere) Ruhe zu bekommen, zog ich mich immer weiter von meinem sozialen Umfeld zurück. Das für mich Erschreckendste war, dass ich gerade erst aus einem zweiwöchigen Wander- und Zelturlaub zurück gekehrt war und die Symptome nicht, wie erhofft, verschwunden, sondern so stark wie nie zuvor waren.

Das monatelange Zusammenreißen machte alles noch schlimmer

Die Wochen vorher hatte ich nur noch die Zähne zusammengebissen und auf den Urlaub hingearbeitet. Denn das weiß man doch: wenn man richtig platt ist, dann hilft wegfahren und rauskommen und nach einem erholsamen Urlaub ist man fast ein neuer Mensch. Mein Körper und meine Psyche zeigten mir das genaue Gegenteil. Plötzlich kamen Suizidgedanken hoch, während ich eigentlich zur Ruhe hätte kommen sollen, weil ich mitten im schönen Bayerischen Wald wanderte, weit weg vom Alltag und in Begleitung meiner damals besten Freundin.

Der Wendepunkt

Im Anschluss an den Urlaub ging ich nicht ins Büro, sondern zum Arzt. Mein Hausarzt verordnete mit ein Antidepressivum und schrieb mich direkt für längere Zeit krank. Insgesamt wurden neun Monate daraus, bevor ich nach einem Aufenthalt in einer Reha-Klinik und einer Wiedereingliederung anfing wieder zu arbeiten.

Diese neun Monate waren so lang und gleichzeitig doch so schnell vorbei. Es gab viele Momente, wo ich wie in eine Wattewolke gepackt in meiner Wohnung saß, ohne Antrieb, ohne Kraft, ohne Ziel und ohne Hoffnung. Die innere Unruhe ließ einfach nicht nach, sodass auch mein Herzrasen nicht aufhörte. Doch langsam begriff ich die Zusammenhänge. Während ich in den vergangenen Monaten häufig fiebrige Magen-Darm-Infekte, Kopf- und Bauchschmerzen gehabt hatte, verstand ich nun, dass dies bereits erste Hilferufe meines Körpers gewesen waren, langsam mal etwas zurück zu treten und mehr auf mich zu achten. Doch ich wollte dies nicht eher erkennen und versuchte mich stattdessen zusammen zu reißen. Alle anderen Menschen bekommen ihr Leben doch auch auf die Reihe. Warum ich denn nicht? Vor der Diagnose „mittelschwere bis schwere Depression“ hatte ich angenommen, dass das alles von allein verschwinden würde. Getreu dem Motto: „Was von allein kommt, geht auch von alleine!“ Doch umso mehr ich versuchte mich zusammen zu reißen und die Symptome ignorierte, umso massiver wurden sie.

Ich bin nicht alleine mit meiner Depression

Ich las verschiedene Bücher und auf Internetseiten alles mögliche über diese für mich noch so unbekannte Krankheit. Aber die Depression lähmte meine Aufnahme- und Konzentrationsfähigkeit massiv. Diese minimale Belastbarkeit erschreckte mich, doch nach und nach verstand ich dank der unterschiedlichen Informationsquellen, welche Ausprägungen eine Depression haben kann und dass dies ein Teil davon war. Ich begriff, dass ich mit meinen Symptomen nicht allein war, sondern z. B. in Deutschland laut Studien der Weltgesundheitsorganisation (WHO) etwa 5,2 % der Bevölkerung an Depressionen erkrankt sind. Weltweit sind es sogar 4,4 %. Auch die Suizidgedanken, die mich so erschreckten, sind weit verbreitet. In Deutschland nimmt sich alle 53 Minuten ein Mensch das Leben. Fachleute schätzen, dass es alle 5 Minuten jemand versucht. Auch wenn es unfassbar erscheint, sterben durch Suizide mehr Menschen als durch Verkehrsunfälle, Drogen und Aids zusammen.

Schritt für Schritt heraus aus dem Tief

In der akuten Phase meines ersten richtigen Tiefs habe ich vom Arzt ein Medikament (Antidepressivum) verordnet bekommen. Die regelmäßige Einnahme der Tabletten hat mir geholfen stabiler zu werden und einige Symptome abgeschwächt. Um nicht so schnell wieder in ein solches Tief abzurutschen, nahm ich das Antidepressivum etwa zwei Jahre und habe es erst dann mit ärztlicher Begleitung schrittweise abgesetzt.

Parallel lernte ich in einer tiefenpsychologischen Psychotherapie und anschließend in einer Verhaltenstherapie mich selbst besser zu verstehen, meinen Körper und seine Bedürfnisse wahrzunehmen, mein Verhalten zu hinterfragen und in vielen krankheitsfördernden Punkten zu verändern. Dies war ein langer Weg, der bis heute andauert. Gerade sehr eingefahrene Verhaltensweisen, die schon so viele Jahre ein Teil von mir waren, sind für mich schwierig zu ändern, auch wenn sie mir schaden. Doch mit Hilfe meiner Therapeuten fand ich den Weg aus dem ersten großen und allen folgenden kleineren Tiefs heraus. Die Suizidgedanken verschwanden, genauso wie die anderen Symptome, nach und nach.

Mit der Zeit lernte ich die Warnsignale meines Körpers kennen, sodass ich heute ein herannahendes Tief bereits erahnen und somit gegensteuern kann. Hierfür habe ich einige Versuche gebraucht. Ich bin noch ein paar Mal in ein Tief hineingeraten, weil ich es zwar erkannt habe, das aber entweder zu spät war oder ich einfach nicht die Kraft hatte gegenzusteuern. Nur, wenn ich ausreichend auf die Bedürfnisse meines Körpers und meiner Seele achte, kann ich dauerhaft ein ausgeglichenes, lebenswertes Leben führen.

Mein Hund Mina kam zum Ende meines Krankenscheines zu mir und begleitet mich seitdem auf meinem Weg. An Tagen, wo ich keine Menschen in meiner Nähe ertrage, ist sie an meiner Seite. Sie begleitet mich mit ihrer lebensbejahenden Art auf langen Wegen in der Natur, wo ich sehr gut runterfahren und abschalten kann. Außerdem hilft Mina mir auch auf die Kleinigkeiten des Alltages zu achten und mich über diese zu freuen.

Es geht weiter. Immer.

Die Depression ist eine chronische Krankheit und wird mich vermutlich noch viele Jahre meines Lebens begleiten. Doch sie ist nur ein Teil von mir, sie beherrscht mich nicht. Ich bin zuversichtlich, dass ich auf dem richtig Weg bin um weiterhin mit ihr Leben zu können, ohne dass sie mich zu sehr einschränkt und noch einmal eine solche Macht über mich erlangt.

Über die Autorin

Die 34-jährige Frauke Gonsior lebt seit 4,5 Jahren mit einer diagnostizierten Depression. Über ihren Alltag mit dieser chronischen Krankheit bloggte sie auf „Fräuleins wunderbare Welt“. So konnten ihre Leser an den vielfältigen Facetten ihres täglichen Erlebens teilhaben.

(Heidelberg) Sichere und wirksame Medikamenteneinnahmen für Patientinnen und Patienten: Die Mediteo GmbH ist mir ihrer App mediteo Partner des wichtigen Pilotprojektes „Arzneimittelkonto NRW“. Durch ein zentrales Arzneimittelkonto können hier erstmals Ärzte und Apotheker sowie Patienten und ihre Angehörigen notwendige Medikationsänderungen unter Berücksichtigung der aktuellen Gesamtmedikation vornehmen. Hierbei stehen die Patientinnen und Patienten immer im Mittelpunkt und können mit der App Mediteo selbst aktiv an ihrem Medikationsmanagement mitwirken.

Mit zunehmendem Alter der Patientinnen und Patienten steigt auch die Anzahl der Erkrankungen und damit die Anzahl der einzunehmenden Medikamente. Dies führt wiederum zu einem erhöhten Risiko für unerwünschte Arzneimittelwirkungen auf Grund von Wechselwirkungen, Unverträglichkeiten, Kontraindikationen oder Doppelverordnungen. Die Kenntnis der Gesamtmedikation ist daher für Ärzte, Apotheker, Patienten sowie für ihre Angehörigen ein wichtiger Erfolgsfaktor für eine sichere und wirksame medikamentöse Therapie. Damit soll für die im Arzneimittelkonto NRW betreuten Patientinnen und Patienten eine sichere Arzneimittelversorgung und eine höhere Lebensqualität erreicht werden. Der Nachweis der Wirksamkeit wird durch die wissenschaftliche Begleitung der Universität Bielefeld sichergestellt.

 

Die Mediteo GmbH hat die Medikamenten-App mediteo entwickelt. Diese bietet ab sofort für Teilnehmer des Arzneimittelkonto NRW die Möglichkeit, auf ihr persönliches Arzneimittelkonto zuzugreifen und sich so über die mediteo-App direkt mit ihren Ärzten und Apothekern zu verbinden. Die Patienten können in mediteo ihren aktuellen Medikationsplan jederzeit einsehen sowie diesen selbst pflegen, indem sie selbst erworbene Medikamente hinzufügen oder ihren aktuellen Bundesmedikationsplan (BMP) einlesen. Neu hinzugefügte Arzneimittel werden dabei auf potentielle Wechselwirkungen mit der bestehenden Gesamtmedikation sowie auf Kontraindikationen bezüglich ärztlich eingetragener Diagnosen geprüft, um unerwünschte Arzneimittelwirkungen effektiv im Vorfeld zu erkennen. Änderungen in der Arzneimitteleinnahme werden unmittelbar im persönlichen Arzneimittelkonto gespeichert und können von allen teilnehmenden Ärzten und Apothekern beim nächsten Besuch eingesehen werden.

 

Auf Basis des in der App persönlich gepflegten Medikationsplans können sich die Nutzer zu individuellen Einnahmezeiten pünktlich und sicher an die Einnahme ihrer Tabletten erinnern lassen, um durch die korrekte und sichere Arzneimitteleinnahme ihre Gesundheit zu fördern. Zusätzlich werden den Nutzern zu den einzelnen Medikamenten Anwendungshinweise, Informationen zu Nebenwirkungen, sowie zur Dosierung bereitgestellt. Die App Mediteo kann im App-Store (iOS) beziehungsweise im Google PlayStore (Android) kostenfrei herunter geladen werden. Weitere Informationen dazu finden sich unter: www.mediteo.de sowie auf arzneimittelkonto-nrw.de

Über mediteo

Bei den vielen Herausforderungen des Alltags kann es für Patienten schwierig sein, an die regelmäßige Einnahme Ihrer Tabletten zu denken und stets den Überblick zu bewahren. Die Mediteo GmbH ist ein Digital Health Start-Up mit dem Ziel, Patienten im Umgang mit ihren Medikamenten zu unterstützen.

 

Mit der von Ärzten entwickelten App Mediteo kann der Nutzer seine Medikamenteneinnahmen einfach und sicher verwalten und wird mit Benachrichtigungen an die rechtzeitige und regelmäßige Einnahme erinnert. Die Mediteo-App hilft ihren Nutzern damit ihren persönlichen Therapieplan besser in den Alltag zu integrieren und diesen sicher einzuhalten. So können die Nutzer die Kontrolle über ihre Therapie auf einfache und intuitive Weise übernehmen und Mediteo informiert ihre Nutzer zudem über die korrekte Anwendung der Medikamente und welche Nebenwirkungen und Wechselwirkungen auftreten können. Damit möchte Mediteo zu einer verbesserten Arzneimitteltherapiesicherheit beitragen. Weitere Informationen finden Sie auf www.mediteo.com.

 

Die Mediteo GmbH wird als Schwesterunternehmen der Gotthardt Healthgroup AG (GHG) von Prof. Dr. Daniel Gotthardt und Dr. Dr. Jens Kleesiek geführt. Die Mediteo GmbH wurde 2015 gegründet und hat ihren Sitz gemeinsam mit der GHG in Heidelberg.

Über den GHG Praxisdienst

Der „TÜV“-geprüfte GHG Praxisdienst ist eine nützliche Software zur datengestützten Optimierung medizinischer Diagnose- und Behandlungsabläufe. Mit dem GHG Forschungsnetz gestaltet die GHG gemeinsam mit den Ärzten die Medizin von Morgen. Der GHG Praxisdienst interagiert dabei direkt mit dem Arztinformationssystem und erfüllt dabei höchste Anforderungen an Qualität und Datensicherheit. Er hilft Ärzten unter anderem dabei, passende Studien für ihre Patienten zu finden, unterstützt ihre alltägliche Arbeit mit medizinischen Scores und bietet ihnen mehrsprachige Patienteninformationen für ihre Patienten an. Weitere Informationen finden Sie auf ghg-praxisdienst.de

 

Die Gotthardt Healthgroup wurde im Jahr 2015 gegründet. Sie entwickelt digitale Lösungen für die Gesundheitsbranche mit dem Ziel, die Gesundheitsversorgung in Deutschland permanent zu verbessern und die Digitalisierung im Gesundheitswesen deutlich voranzutreiben. Als zuverlässiger Partner unterstützen die GHG und Mediteo alle Teilnehmer im Gesundheitsmarkt nachhaltig bei Arbeitsabläufen, Prozessen und Verhaltensweisen important source. Kostenträger, Ärzte, Pflegepersonal, Patienten und Angehörige profitieren bereits heute von diesen neuen Ansätzen. Weitere Informationen finden Sie auf gotthardt.com

 

Lesen Sie diese Pressemeldung in unserer Pressebox.

„Arzneimittel sind in vielen Fällen entscheidend für den Heilungsprozess. Zugleich bestehen gesundheitliche Gefahren durch unsachgemäße Einnahme.“ Diese Aussage stammt von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe und hat durchaus seine Berechtigung, denn man geht davon aus, dass etwa 5% der Krankenhausaufnahmen in Deutschland durch sorgenannte unerwünschte Arzneimittelereignisse verursacht werden. Neben Einnahmefehlern sowie unerwünschten Nebenwirkungen, spielen vor allem Wechselwirkungen zwischen Medikamenten oder Doppelverordnungen eine entscheidende Rolle. Gerade für ältere, chronisch und mehrfach erkrankte Menschen kann zu einem großen Problem werden.

Was versteht man eigentlich unter Arzneimitteltherapiesicherheit oder kurz AMTS?

AMTS [1]Aktionsplans zur Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit bezeichnet alle Maßnahmen, um den bestimmungsgemäßen Gebraucht eines Medikaments zu gewährleisten. So sollen unerwünschte Arzneimittelereignisse und Medikationsfehler vermieden und das Risiko für den Patienten minimiert werden.

Arzneimittelkonto NRW

Der Einsatz von Informationstechnik scheint auch in diesem Feld das Potenzial zu haben, die Patientensicherheit zu verbessern. Ein gutes Beispiel ist hier das vom Gesundheitsministeriums des Landes Nordrhein-Westfalen geförderte Projekt: „Multidisziplinäre Arzneimittelversorgung und Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS)“ oder kurz „Arzneimittelkonto NRW“ [2]Arzneimittelkonto NRW.

In diesem Projekt werden Ärzte, Apotheken, Pflegeheime in ihrer Zusammenarbeit digital unterstützt. Ins besonders werden Patienten sowie ihre Angehörigen aktiv mit einbezogen. Durch den digitalen vollautomatischen Austausch von Medikationsdaten zwischen den Leistungserbringern und dem Patienten können manuelle Fehler vermieden werden. Zudem prüft ein automatisch durchgeführter Arzneimittel-Check auf Wechselwirkungen, Kontraindikationen oder Doppelverordnungen [3]ifap Service-Institut für Ärzte und Apotheker GmbH. Diese Prüfung wird bei Verordnungen durch den Arzt, Ausgaben durch den Apotheker sowie bei Neueinstellungen von Medikamenten durch den Patienten in das zentrale Arzneimittelkonto durchgeführt. Damit werden unerwünschte Arzneimittelwirkungen (UAW) im Vorfeld aufgedeckt und verhindert. Als wissenschaftlicher Partner für die Evaluation des Projektes steht der Lehrstuhl für „Gesundheitsökonomie und Gesundheitsmanagement“ der Universität Bielefeld von Prof. Dr. Wolfgang Greiner zur Seite [4]Lehrstuhl für Gesundheitsökonomie und -Management der Universität Bielefeld.

Das zentrale Arzneimittelkonto stellt damit seinen Teilnehmern einen digital austauschbaren Medikationsplan zur Verfügung.  Unsere App Mediteo bietet für die Teilnehmer des Arzneimittelkonto NRW die Möglichkeit, auf ihr persönliches Arzneimittelkonto zuzugreifen. Patienten können damit ihren aktuellen Medikationsplan jederzeit einsehen, ihren persönlichen Bundesmedikationsplan einlesen sowie selbst erworbene Medikamente direkt hinzufügen und sich an ihre individuellen Einnahmezeiten pünktlich erinnern lassen. Zusätzlich werden zu den einzelnen Medikamenten Anwendungshinweise, Informationen zu Neben- und Wechselwirkungen, sowie zur Dosierung bereitgestellt.

(Heidelberg) Seit dem 13. November können mediteo-Nutzer ihre Daten sicher in der digitalen Gesundheitsakte CGM LIFE speichern und in Zukunft mit ihrem Arzt oder Apotheker teilen.

 

Einseitige Therapieentscheidung war gestern. Partizipative Entscheidungsfindung ist das neue Stichwort. Patienten wollen immer mehr in medizinische Entscheidungen mit eingebunden werden. Dafür brauchen sie gute und verlässliche Informationen über ihre gesundheitliche Situation und den zu erwarteten Verlauf. Auf der anderen Seite benötigen Ärzte ein umfassendes Bild über Vorerkrankungen, abgelaufene Untersuchungen und die aktuelle Medikation ihrer Patienten. Fehlende Informationen gefährden eine optimale Versorgung des Patienten. Die Mediteo GmbH nimmt sich mit ihrer Medikamenten-App mediteo diesem Problem an. Mit dem neuen Update, das jetzt zur Verfügung steht, wurde in die Medikamenten-App Mediteo die digitale Gesundheitsakte CGM LIFE eingebunden. Nutzer können sich ab sofort in mediteo mit ihrem LIFE Account verbinden oder ihre persönliche Gesundheitsakte erstellen.

 

Mit der digitalen Gesundheitsakte CGM LIFE ist der CompuGroup Medical gelungen den Nutzern eine komfortable Lösung anzubieten ohne dabei Abstriche im Datenschutz eingehen zu müssen. Eine patentierte Verschlüsselungstechnologie bietet die höchstmögliche Sicherheitsstufe und die Patienten besitzen ausnahmslos die Rechte an ihren Daten. Diese können nach Freigabe durch den Patienten von seinen behandelnden Ärzten und Apothekern eingesehen und durch neue Einträge erweitert werden. Damit entsteht ein zentrales Arzneimittelkonto, welches den Patienten über die mediteo-App mit seinen Ärzten und Apothekern verbindet. Diese erhalten direkte Einsicht in die aktuellen Medikamenteneinnahmen ihrer Patienten. Versorgungsprozesse werden so optimiert und es wird ein weiterer Schritt in Richtung Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) gegangen. Im Rahmen eines vom Land Nordrhein-Westphalen geförderten Projektes „Arzneimittelkonto NRW“ können die Teilnehmer bereits direkt ausgestellte Rezepte, den Bundesmedikationsplan, aktuelle Diagnosen und Allergien sowie Ausgaben aus den Apotheken über die mediteo-App abrufen.

 

Das Update kann derzeit für iOS-Geräte kostenfrei im App-Store heruntergeladen werden. In Kürze steht die neue Version von mediteo auch für Smartphone-Besitzer mit Android-Betriebssystemen im Google Play Store zur Verfügung. Alle Informationen dazu finden sich unter: facebook.com/mediteoapp

 

Über die Mediteo GmbH

Die Mediteo GmbH ist ein Digital Health Start-Up mit dem Ziel, Patienten im Umgang mit ihren Medikamenten zu unterstützen. Hierfür wurde unter ärztlicher Leitung die App Mediteo für iOS und Android entwickelt. Sie hilft ihren Nutzern den persönlichen Therapieplan in den Alltag zu integrieren und diesen sicher einzuhalten. So können die Nutzer die Kontrolle über ihre Therapie auf einfache und intuitive Weise übernehmen und durch die korrekte und sichere Arzneimitteleinnahme ihre Gesundheit fördern. Weitere Informationen finden Sie auf www.mediteo.com.

 

Die Mediteo GmbH wurde 2015 gegründet und hat ihren Sitz in Heidelberg. Sie wird von Herrn Prof. Dr. Daniel Gotthardt und Dr. Dr. Jens Kleesiek geführt.

 

Über die Gotthardt Healthgroup (GHG)

Die Gotthardt Healthgroup Holding GmbH wurde 2015 durch Frank Gotthardt, Prof. Dr. Daniel Gotthardt und Dr. Tim Züwerink gegründet und hat ihren Sitz in Heidelberg. Unter dem Dach der Gotthardt Healthgroup Holding werden mit der Mediteo GmbH und der Gotthardt Healthgroup AG digitale Lösungen für die Gesundheitsbranche entwickelt mit dem Ziel, die Gesundheitsversorgung in Deutschland permanent zu verbessern und die Digitalisierung im Gesundheitswesen deutlich voranzutreiben.

 

Die GHG unterstützt damit alle Teilnehmer im Gesundheitsmarkt nachhaltig bei Arbeitsabläufen, Prozessen und Verhaltensweisen. Zudem bietet sie aussagekräftige Erkenntnisse über heutige Behandlungswege. Kostenträger, Pflegepersonal, Patienten und Angehörige profitieren bereits heute von diesen neuen Ansätzen. Weitere Informationen finden Sie auf gotthardt.com.

 

Die Ärztesoftware, der GHG Praxisdienst, hilft Ärzten dabei, passende Studien für ihre Patienten zu finden, unterstützt ihre alltägliche Arbeit mit medizinischen Scores und bietet ihnen mehrsprachige Patienteninformationen. Weitere Informationen finden Sie auf ghg-praxisdienst.de.

 

Hier gelangen Sie zum Artikel. Pressebox Mediteo

Patienten möchten mitentscheiden

Patienten möchten mehr und mehr in medizinischen Entscheidungen miteingebunden werden. Nur noch eine kleine Anzahl an Patienten möchte diese Entscheidungen allein dem Arzt überlassen. Dieser Trend wird die Arzt-Patienten-Beziehung ohne Frage maßgeblich verändern. Doch Patienten brauchen dafür, gute und verlässliche Informationen, um Ihre gesundheitliche Situation und den zu erwartenden Verlauf bestmöglich einschätzen zu können. Nur so können Sie aktiv und verantwortlich an Behandlungsentscheidungen mitwirken und gezielt Gesundheitsleistungen in Anspruch nehmen, um Ihre Gesundheit zu verbessern. Daneben müssen die Ärzte ein möglichst umfassendes Bild über Vorerkrankungen, abgelaufene Untersuchungen und Medikation ihrer Patienten erhalten.

Datenschutz und Nutzen zusammenbringen

Der Nutzen einer digitalen Plattform, über welche die Gesundheitsdaten zwischen Arzt und Patienten sicher ausgetauscht werden können liegt daher mehr als auf der Hand und auch der Gesetzgeber hat dies erkannt und möchte diese Entwicklung mit dem eHealth Gesetz [1]FAQ zum eHealth-Gesetz  voranbringen. Bisher hat sich jedoch noch keine Plattform auf dem deutschen Gesundheitsmarkt etablieren können. Grund dafür ist auch die Angst vor Mißbrauch [2]https://www.welt.de/wirtschaft/article159020781/Die-seltsame-Angst-vor-der-digitalen-Patientenakte.html der äußerst sensiblen Daten, wenn diese an einem zentralem Ort in leicht zugänglicher und manipulierbarer Form gespeichert werden. Das Bewusstsein über dieses Risiko droht jedoch die Entwicklung im Keim zu ersticken.

Genau diesem Problem hat sich die CGM angenommen und bietet mit ihrem Produkt CGM LIFE eine technische Lösung, welche den „Spagat zwischen höchstem Datenschutz und praktikablem Nutzen“  [3]https://www.cgm.com/de/ueber_uns_de/news_de/presse_de/presse_details_51137.de.jsp meistern soll. Patienten haben hier die Möglichkeit sich ihre eigenen Patientenakten (CGM LIFE Konten) anzulegen. Als Eigentümer besitzen sie die vollständigen Rechte an den darin mehrfach verschlüsselt gespeicherten Daten und können eigens Einträge von Zuhause oder unterwegs in ihrer Akte erstellen oder bearbeiten sowie diese an teilnehmende Ärzte freigeben. Damit kann eine verlässliche Basis für eine gute Zusammenarbeit zwischen Arzt und Patient geschaffen werden.

Der eigentliche Stärke von CGM LIFE ist, dass diese Technologie als Plattform durch Dritte genutzt werden kann. Partneranwendungen können damit die hochsichere LIFE Technologie nutzen, um ihren Nutzern digitale Gesundheits-Lösungen anzubieten, welche alle Teilnehmer im Gesundheitssystem miteinander vernetzen kann ohne dabei Kompromisse hinsichtlich des Datenschutzes und der Sicherheit der persönlichen Gesundheitsdaten einzugehen.

Mediteo bietet daher seinen Nutzern die Möglichkeit, sich mit einem CGM LIFE Konto zu verbinden. Damit können alle in Mediteo erfassten Medikationsdaten (inklusive des einheitlichen Bundesmedikationsplans) einfach und sicher mit der mehrfach verschlüsselten persönlichen Gesundheitsakte (CGM LIFE Konto) gesichert und abgerufen werden und schon bald direkt mit behandelnden Ärzten geteilt werde, sofern der Nutzer dies möchte.

Patienten und Leistungserbringer verbinden

Durch die Einbindung von Ärzten, Apotheken und Pflegeheimen wird das persönliche CGM LIFE Konto zum zentralen Arzneimittelkonto der Patienten. Damit sollen Versorgungsprozesse optimiert werden und ein weiterer Schritt in Richtung Arzneimitteltherapiesicherheit [4]https://de.wikipedia.org/wiki/Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) gegangen werden. Im Rahmen des vom Land Nordrhein-Westphalen geförderten Projektes „Arzneimittelkonto NRW“ [5]https://www.arzneimittelkonto-nrw.de soll der Nutzen einen zentralen Arzneimittelkontos weiter optimiert werden. Die Mediteo-App bietet hierfür den Teilnehmern die Möglichkeit direkt auf ihr persönliches Arzneimittelkonto zuzugreifen.

Pharmaforscher in Labors und Kliniken arbeiten stetig daran, neue Erkenntnisse über Krankheiten sowie Heilungsmöglichkeiten zu gewinnen. In Deutschland kamen 2016 nach Angaben des Verbands forschender Pharmaunternehmen (vfa) 31 Medikamente mit neuem Wirkstoff auf den Markt [1]https://www.vfa.de/de/arzneimittel-forschung/so-funktioniert-pharmaforschung/so-entsteht-ein-medikament.html. Bis jedoch ein neues Medikament entwickelt, zugelassen und schlussendlich auf den Markt gebracht werden kann, bedarf es in der Regel rund 13 Jahre. Trotz des langwierigen Prozesses werden stetig neue Wirkstoffe entdeckt und somit neue Medikamente entwickelt. Die Entwicklung beginnt mit der Entscheidung, für welche Krankheit ein Medikament entwickelt werden soll. Als nächstes suchen die Forscher nach einem Angriffspunkt, einer chemischen Struktur, an dem das Medikament ansetzen kann, um ein Krankheitsgeschehen erfolgreich zu behandeln oder Symptome zu lindern. Grundlegend für die Wirkung des Medikaments ist der jeweilig enthaltene Wirkstoff. Dieser wird zunächst an Zellkulturen auf Wirksamkeit getestet. Im nächsten Schritt wird im Tierversuch untersucht, ob der neue Wirkstoff wirksam und zugleich unschädlich ist. Bevor eine passende Darreichungsform und Dosierung für betroffene Patienten festgelegt werden, führen die Forscher zunächst Studien an gesunden Erwachsenen durch. Dabei können mögliche Nebenwirkungen entdeckt werden und es wird untersucht, auf welche Art und wie lange der Wirkstoff durch den Körper wandert. Erst jetzt wird das entwickelte Medikament an kranken Menschen getestet. Zunächst findet eine Studie mit wenigen, dann mit vielen kranken Erwachsenen statt. So werden Wirksamkeit, Dosierung und Verträglichkeit geprüft. Erst nach erfolgreicher Prüfung aller Studien, Versuche und technischer Qualitätstests durch die Zulassungsbehörde kann das Medikament auf den Markt gebracht und von Ärzten an Patienten verschrieben werden

Und an dieser Stelle sind Sie als Patient gefragt, denn auch das beste Medikament wirkt nicht, wenn es nicht (richtig) eingenommen wird!

 

mediteo-App mit tagesaktueller Medikamentendatenbank erinnert an die Einnahme von Medikamenten, unterstützt den Bundesmedikationsplan und motiviert regelmäßig

 

(Heidelberg) Fast jeder vierte Deutsche nimmt drei oder mehr Medikamente pro Tag ein und kennt die Herausforderung, sich exakt an den Einnahmeplan zu halten. Mal verpasst man das Frühstück, zu dem die eine Tablette genommen werden soll, mal sitzt man im Auto und die Tablettenschachtel bleibt in der Tasche. Dass viele Menschen ihre Medikamente dann falsch oder gar nicht einnehmen, verwundert kaum. Auch wenn Arzt und Apotheker bemüht sind, ihre Patienten zu einer regelmäßigen Einnahme zu motivieren, entscheidet allein der Patient in der konkreten Situation über seine Gesundheit. Bei dieser Entscheidung möchte die App Mediteo Patienten unterstützen, indem sie alle wichtigen Informationen zu ihren Medikamenten vereint und individuell an jede einzelne Einnahme erinnert.

 

Damit hilft mediteo Menschen, den ärztlichen Empfehlungen und beispielsweise dem Bundesmedikationsplan zu folgen. Denn wer sein verordnetes Einnahmeschema im Kopf behält – indem beispielsweise dieses in der App gespeichert wird und mediteo daran erinnert – ist drei Mal therapiemotivierter als ein Patient mit Erinnerungsfehlern, so eine Studie. Viele Patienten halten zudem eine Therapie eher ein, wenn sie deren Nutzen für ihr persönliches Leben verstehen. Deshalb informiert mediteo den Benutzer zu Erkrankungen, Medikamenten und Arzneimitteln samt Wechsel- und Nebenwirkungen.

Die App ist derzeit für iOS-Geräte kostenfrei herunterladbar unter: http://apple.co/2mzxCsN. Ende April steht die App auch Smartphonebesitzern mit Android-Betriebssystemen im Google Play Store zur Verfügung. Alle Informationen dazu finden sich in Kürze unter: www.facebook.com/mediteoapp

 

Mediteo GmbH

Die Mediteo GmbH ist ein Digital Health Start-Up mit dem Ziel, den Alltag von Menschen mit regelmäßiger Medikamenteneinnahme einfacher, gesünder und sicherer zu gestalten. Die Mediteo GmbH wurde 2015 gegründet und hat ihren Sitz in Heidelberg. Weitere Informationen auf www.mediteo.com.

 

Hier gelangen Sie zur Pressemitteilung: Pressebox.

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